Tennis

Trotz Schwindels: Tiebreak-König Zverev kämpft sich weiter

Steht in Shanghai im Achtelfinale: Alexander Zverev.

Steht in Shanghai im Achtelfinale: Alexander Zverev.

Foto: dpa

Der Hamburger behält in Shanghai gegen Chardy die Nerven und darf weiter aufs ATP-Finale hoffen. Auf ärztliche Hilfe verzichtet er.

Shanghai. Trotz erheblicher Probleme hat Alexander Zverev beim Tennisturnier in Shanghai das Achtelfinale erreicht. Deutschlands Nummer eins setzte sich bei der topbesetzten Veranstaltung der Masters-Kategorie gegen den Qualifikanten Jeremy Chardy aus Frankreich knapp mit 7:6 (15:13), 7:6 (7:3) durch.

Nachdem sich der Weltranglistensechste beim Stand von 5:6 im ersten Satz medizinische Betreuung auf den Platz geholt hatte, wehrte er im Tiebreak drei Satzbälle seines Gegners ab. Allein der Tiebreak dauerte eine Viertelstunde, ehe Zverev seinen sechsten Satzball nutzte.

„Mir war ein bisschen schwindelig“, sagte Zverev später: „Aber der Arzt hat nicht viel Englisch gesprochen und wollte mir einfach ein paar Pillen gegen alles Mögliche geben. Also hab ich die Tabletten lieber nicht genommen und geguckt, dass es so geht.“ Im zweiten Durchgang holte der Hamburger einen 3:5-Rückstand auf und sicherte sich nach 1:48 Stunden den Sieg auch dank insgesamt 21 Assen.

Für Zverev geht es ums ATP-Finale

Sein nächster Gegner ist nun der Russe Andrej Rubljow, der dem Australier John Millman beim 6:2, 6:0 keine Chance ließ. Zum Auftakt des Turniers hatte Zverev ein Freilos.

Für den Hamburger geht es in Shanghai um wichtige Punkte für die Qualifikation für das ATP-Finale in London, bei denen er als Titelverteidiger an den Start gehen will. Derzeit belegt Zverev im „Race to London“ Rang acht, hat jedoch mehrere Rivalen im Nacken. Zuletzt hatte er beim ATP-Turnier in Peking gute Form bewiesen und war dort erst im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas ausgeschieden.

Neben Zverev war beim mit rund 8,3 Millionen US-Dollar dotierten Turnier in Shanghai auch die deutsche Nummer zwei Jan-Lennard Struff am Start. Der Warsteiner hatte allerdings am Dienstag gegen den US-Open-Halbfinalisten Matteo Berrettini seine dritte Auftaktniederlage in Serie kassiert.