Fussball-Ticker

St. Pauli muss vorerst ohne Sobota auskommen

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

St. Pauli vorerst ohne Sobota

Der FC St. Pauli muss vorerst auf Mittelfeldspieler Waldemar Sobota verzichten. Wie der Zweitligist via Twitter mitteilte, erlitt der Pole beim Auswärtsspiel bei Holstein Kiel (1:2) am Sonnabend einen Anriss der vorderen Syndesmose sowie eine Kapselzerrung. Dies ergab eine MRT-Untersuchung am Montag. Zu der genauen Ausfalldauer machten die Hamburger keine Angaben.

ARD überträgt Revierderby live

Gute Nachrichten für alle Fußballfans: Die ARD überträgt das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am 31. Spieltag (27. April/15.30 Uhr) live im Free-TV. Wie die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt mitteilte, einigte sie sich am Ende der vergangenen Woche mit dem Pay-TV-Sender Sky. Das Erste und Sky werden die Partie parallel live übertragen.

"Es ist toll für alle Fans der Fußball-Bundesliga, dass wir kurz vor Ende der aktuellen Saison noch so eine Topbegegnung live übertragen können. Die Tabelle ist im Moment so spannend wie schon lange nicht mehr, an der Spitze gibt es ein ständiges Auf und Ab, und auch sonst geht es heftig um die besten Plätze. Das Ruhrderby ist unabhängig davon aber immer ein spannungsgeladenes Aufeinandertreffen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

ARD-Moderator Alexander Bommes berichtet ab circa 15.05 Uhr live aus Dortmund, begleitet wird er dabei von Sky-Experte Christoph Metzelder. Sky überträgt ab 14 Uhr.

Doll spricht von Ende bei Hannover

Klingt so ein Trainer, der noch an die Wende glaubt? Thomas Doll glaubt nicht mehr an einen Verbleib über das Saisonende hinaus beim designierten Absteiger Hannover 96. "Ich habe im Moment nicht so viele Argumente, um mich anzubieten. Wir sind Tabellenletzter", sagte der 52 Jahre alte Trainer im NDR-"Sportclub". "Ich bin mit Herrn Kind so verblieben, dass wir bis Saisonende schauen. Alles andere muss man sehen. Wenn ich jedes Spiel verliere, weiß ich nicht, ob ich dann der Richtige für einen Neuaufbau bin. Das weiß ich auch."

Seit seiner Rückkehr in die Bundesliga hat der frühere HSV-Coach Doll mit den 96ern acht von neun Spielen verloren. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sieben Punkte. "Ich möchte einfach noch das eine oder andere Bundesligaspiel gewinnen, um vielleicht noch eine kleine Chance zu wahren", sagte der Trainer. "Alles andere liegt nicht in meinen Händen. Wenn der Verein dann sagt: Wir wollen einen Neuanfang – dann ist das so."

Hazard vor Wechsel zu Dortmund

Angreifer Thorgan Hazard steht laut dem "Kicker" unmittelbar vor einem Wechsel von Gladbach nach Dortmund. Der 26 Jahre alte Belgier soll dem BVB bereits sein Wort gegeben haben. Hazard hat in Gladbach einen Vertrag bis 2020. Weil er offenbar nicht bereit war, sein Arbeitspapier langfristig zu verlängern, soll der Flügelstürmer in diesem Sommer verkauft werden.

Die Ablöse könnte mit Nach- und Bonuszahlungen bei etwa 40 Millionen Euro liegen. Beim BVB würde Hazard, der in dieser Spielzeit neun Tore erzielt hat, auf Christian Pulisic folgen, der den Verein in diesem Sommer verlässt und für eine Ablösesumme von 64 Millionen Euro zum FC Chelsea wechselt.

Hecking bricht Interview mit Sky ab

Gladbachs Trainer Dieter Hecking hat am Sonntag nach dem 1:1 gegen Bremen ein Interview beim Pay-TV-Sender Sky abgebrochen. Reporter Marcus Lindemann hatte wiederholt nach der sportlichen Situation von Kapitän Lars Stindl gefragt. Der Mittelfeldspieler war erst in der Schlussphase eingewechselt worden. Vor fünf Tagen hatte Gladbach bekanntgegeben, dass Hecking die Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr betreuen wird.

In der folgenden Pressekonferenz sagte Hecking über den Verzicht auf Stindl: "Das war eine meiner schwersten Entscheidungen, weil er mein Kapitän ist." Der Trainer wies darauf hin, dass der Spielführer zuletzt nicht seine normale Form erreicht habe.

Choupo-Moting mit unglaublichem Fehlschuss

Der frühere HSV-Profi Eric Maxim Choupo-Moting hat für einen unfassbaren Fehlschuss um Entschuldigung gebeten. Der Kameruner hätte den französischen Meister Paris St. Germain am Sonntagabend vorzeitig zum erneuten Titel führen können, klärte aber den Ball beim Stande von 1:1 gegen Racing Straßburg auf der Linie an den Pfosten, anstatt ihn einfach ins Tor rollen zu lassen. Das Spiel endete 2:2 (1:2), die PSG-Meisterfeier ist verschoben.

"Es tut mir leid", sagte der ehemalige Schalker und Mainzer zerknirscht. "Es ging sehr schnell, ich dachte daran, vielleicht im Abseits zu stehen, ich wollte meinem Mitspieler nicht das Tor stehlen. Dann kam mein schlechter Reflex. Ich muss das Ding einfach durchlassen oder reinschieben. Das ist schwer zu erklären." Christopher Nkunku hatte den herausstürmenden Torwart überlupft, der Ball rollte Richtung Linie, bevor Choupo-Moting ihn aufhielt.

"Das war die Möglichkeit zum 2:1, und dann hat er das getan. Ich weiß nicht, warum. Das war wohl Murphys Gesetz", sagte der deutsche PSG-Trainer Thomas Tuchel. Schwerwiegende Folgen hat der Fauxpas allerdings nicht: PSG hat an der Spitze der Ligue 1 weiter 20 Punkte Vorsprung.

Hoeneß stärkt Kovac: Zweiter wäre "kein Desaster"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Trainer Niko Kovac einmal mehr gestärkt. Nach der Machtdemonstration im Ligagipfel gegen Dortmund und der Rückkehr an die Tabellenspitze sagte Hoeneß: "Wir haben eine sehr gute Mannschaft und sie hat wie eine sehr gute Mannschaft gespielt." Für ihn sei die Spielweise der Mannschaft entscheidend, und da habe das 5:0 gegen den BVB "keine Frage offengelassen", sagte der 67-Jährige.

Im Verhältnis zu Trainer Niko Kovac "war immer alles okay", sagte Hoeneß dem "Kicker". "Wenn ich unzufrieden bin, heißt das noch lange nicht, dass wir den Trainer rausschmeißen. Man kann trotzdem kritisch miteinander umgehen."

Die Situation bei den Münchnern habe sich seit November 2018 – Tiefpunkt war das 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf – verändert. Damals "hatte ich das Gefühl, es ist alles desaströs und es funktioniert gar nichts", so der Präsident, "aber seither haben wir kaum noch ein Spiel verloren. Und selbst wenn wir Zweiter würden, wäre das doch kein Desaster", sagte Hoeneß.

Die Aussage von Karl-Heinz Rummenigge im TV-Sender Sky sei kein Widerspruch. Der Vorstandsvorsitzende hatte am Sonntag erklärt, dass es für keinen eine Jobgarantie gebe, denn bei den Bayern würden Leistung und Ertrag zählen. Das gelte auch für Kovac.

Johannes Eggestein verlängert bei Werder

Bremen hat den auslaufenden Vertrag mit seinem Stürmer Johannes Eggestein verlängert. Details zur genauen Laufzeit des neuen Kontrakts gab der Club nicht bekannt. "Ich habe immer gesagt, dass ich meine weitere Entwicklung bei Werder abwarten möchte. Und die war in den vergangenen Monaten und Jahren positiv", sagte der 20-Jährige. "Ich fühle mich bei Werder und in Bremen sehr wohl und bin davon überzeugt, dass ich hier in den nächsten Jahren zu einem noch besseren Bundesliga-Spieler werden kann."

Johannes Eggestein ist der jüngere Bruder des Neu-Nationalspielers Maximilian Eggestein, dessen Vertragsverlängerung mit den Bremern ebenfalls kurz bevor steht. Beide Brüder wechselten bereits während ihrer Jugendzeit vom TSV Havelse zu Werder.

Watford im FA-Cup-Finale

Zum ersten Mal seit 35 Jahren steht der FC Watford im Finale des FA-Cups. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Javi Garcia am 18. Mai auf Manchester City. Watford musste sich das Endspiel-Ticket aber hart erkämpfen, denn lange befanden sich die Hornets gegen die Wolverhampton Wanderers auf der Verliererstraße. Am Ende drehten sie im Londoner Wembley Stadion aber einen 0:2-Rückstand in einen 3:2 (0:1)-Erfolg nach Verlängerung.

Mann des Spiels war Gerard Deulofeu, der erst in der 66. Minute eingewechselt wurde. Mit zwei Toren (79./104.) schoss der 25-Jährige den FC Watford zum Sieg. Allerdings musste der Joker nur acht Minuten nach seinem entscheidenden Treffer aufgrund einer Verletzung wieder vom Feld.

Zuvor hatten die Wanderers, die auf ihrem Weg ins Halbfinale den FC Liverpool und Manchester United ausgeschaltet hatten, die Partie über weite Strecken im Griff. Matt Doherty (36.) und Raúl Jiménez (62.) sorgten für die vermeintlich komfortable Führung. Nachdem Deulofeu der Anschlusstreffer gelungen war sorgte sein Teamkollege Troy Deeney (90.+4/Elfmeter) für den Ausgleich und die Verlängerung.

Kind bestätigt Bremer Interesse an Füllkrug

Werder möchte Stürmer Niclas Füllkrug von Hannover 96 zurückholen. Das hat 96-Geschäftsführer Martin Kind nun zum ersten Mal bestätigt. "Werder hat sich als Erster konkret positioniert. Wir sind gesprächsoffen", sagte Kind dem "Sportbuzzer". Der 24 Jahre alte Füllkrug kommt zwar aus Hannover, war aber bereits von 2006 bis 2013 erst Nachwuchsspieler und dann Jungprofi bei den Bremern. Der aktuelle Werder-Coach Florian Kohfeldt war sein Ausbilder und Förderer im Jugendbereich.

Aktuell ist der Angreifer noch am Knie verletzt. Im Falle eines Abstiegs kann er den Tabellenletzten für eine festgeschriebene Ablösesumme von zwölf Millionen Euro verlassen. Füllkrugs Marktwert hat durch seinen schweren Knorpelschaden im Knie und durch den bevorstehenden Abstieg seines Vereins allerdings so gelitten, dass die Bremer versuchen wollen, den Preis auf unter zehn Millionen zu drücken. Noch im Sommer 2018 bot Gladbach 18 Millionen Euro für den Stürmer.

Juve muss Meisterfeier verschieben

Der SSC Neapel hat die Meisterfeier von Juventus Turin verschoben. Der Verfolger spielte 3:1 gegen CFC Genua 1893 und liegt nach dem 31. Spieltag 20 Punkte hinter der Alten Dame. Juve reicht am kommenden Sonnabend bei SPAL Ferrara ein Unentschieden, um den achten Scudetto und insgesamt 35. Titel der Klubgeschichte perfekt zu machen.

Napoli hatte gegen Genua mehr Mühe als erwartet. Nachdem Stefano Sturaro bei den Gästen nach einem Foul früh vom Platz gestellt wurde (28.), traf Dries Mertens (34.) zur Führung. Doch Darko Lazovic (45.+3) gelang noch vor dem Pausenpfiff in Unterzahl der Ausgleich. Neapel konnte die drückende Überlegenheit in der zweiten Hälfte nicht in Tore ummünzen.

Juventus hatte sich am Sonnabend mit 2:1 (0:1) gegen den AC Mailand durchgesetzt.