Peinlicher Vorfall

José Mourinho stürzt in Russland auf dem roten Teppich

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Der Fußball-Trainer sollte in der Profiliga KHL ein Eishockeyspiel eröffnen, bezahlte das "Fremdgehen" aber mit einem Ausrutscher.

Moskau. Fußballtrainer José Mourinho wird das russische Eishockey wohl in schmerzlicher Erinnerung behalten. Ausgerechnet bei der Eröffnung eines Spiels der ersten Eishockeyliga KHL zwischen Awangard Omsk und SKA St. Petersburg rutschte der Starcoach am Montag auf dem Eis auf, wie auf Fotos und in einem Video zu sehen ist.

Der 56-Jährige stand auf einem roten Teppich, der auf dem Spielfeld ausgelegt war, und wollte das Spiel eröffnen. Begleitet von Musik aus dem Film "Rocky" warf der Portugiese den Puk und klatschte kurz in die Hände. Als er sich umdrehte, um das Spielfeld zu verlassen, stürzte er. Zwei Spieler halfen Mourinho wieder auf die Beine. Awangard Omsk teilte danach mit, der Coach habe sich nicht verletzt.

Mourinho akzeptiert Millionenstrafe in Spanien

Glimpflich davongekommen ist Mourinho auch in der Verhandlung über seine Steuerschulden in Spanien. Er habe am Dienstag bei einem Gerichtstermin in Madrid eine einjährige Haftstrafe, eine Steuernachzahlung von 3,3 Millionen Euro sowie eine Geldstrafe von rund zwei Millionen Euro akzeptiert, berichteten die Zeitung "El País“ und andere Medien unter Berufung auf Justizkreise. Hinter Gitter muss Mourinho allerdings nicht. Bei nicht vorbestraften Verurteilten ist es in Spanien üblich, dass Haftstrafen von bis zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden.

Mourinho, der im Dezember als Trainer von Manchester United entlassen worden war, wurde vorgeworfen, in seiner Zeit als Trainer von Real Madrid (2010-2013) in den Jahren 2011 und 2012 seine Einkünfte aus Bildrechten nicht deklariert zu haben.

Auch Ronaldo ging auf einen Deal ein

Auch bei Mourinhos Landsmann Cristiano Ronaldo und anderen in Spanien der Steuerhinterziehung beschuldigten Fußball-Profis stehen speziell die Bildrechte im Mittelpunkt. Ronaldo akzeptierte erst im Januar bei einer Anhörung in Madrid einen von seinen Anwälten ausgehandelten Deal mit der Staatsanwaltschaft und muss demnach fast 19 Millionen Euro Steuern nachzahlen und Geldstrafen leisten. Zudem wurde der 33 Jahre alte Portugiese zu einer 23-monatigen Haftstrafe verurteilt.

Als Trainer gewann Mourinho mit dem FC Porto (2004) und mit Inter Mailand (2010) zweimal die Champions League. Zur Zeit ist er als möglicher Nachfolger seines Landsmannes Carlos Queiroz als Nationaltrainer des Iran im Gespräch.