New York

Djokovic übersteht die nächste Hitzeschlacht bei US Open

New York.  Novak Djokovic hatte seinen Oberkörper entblößt und sich auf seinem Stuhl zurückgelehnt. Die Beine streckte er weit von sich, die Arme verschränkte er hinter dem Kopf. Breit grinsend verharrte der 31-Jährige in dieser Pose, als wolle er zeigen, wie absurd es ist, in einer Sauna Profitennis zu spielen. „Diese US Open“, sagte der serbische Wimbledonsieger nach seinem 6:3, 6:4, 6:4-Viertelfinalsieg gegen den Australier John Millman mit Nachdruck, „sind definitiv die härtesten in den vergangenen zehn Jahren.“

Noch tief in der Nacht zeigte das Thermometer über 30 Grad, extreme Luftfeuchtigkeit erschwerte das Atmen. Nur die Fittesten kamen bis ins Halbfinale durch. Neben Djokovic sind das der Weltranglistenerste Rafael Nadal (32/Spanien), der frühere US-Open-Sieger Juan Martin del Potro (29/Argentinien) und der japanische Ex-Finalist Kei ­Nishikori (28). Ein Quartett, das nicht nur Matches gegen fünf Gegner, sondern auch die Hitzewelle der vergangenen Tage überstand.

Auch Nadal litt auf dem Platz, die größte Herausforderung steht dem Spanier aber erst noch bevor. Will er den Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung am Leben halten, muss er am Freitagabend (Ortszeit) del Potro bezwingen, mit dem er in New York nicht nur die guten Erinnerungen aus dem Halbfinale 2017 verbindet. Auf dem Weg zu seinem Titelgewinn vor neun Jahren deklassierte del Potro Nadal.

Eine leichtere Aufgabe erwartet Djokovic zumindest auf dem Papier. Gegen Nishikori hat er 14 von 16 Partien gewonnen, das einzige Aufeinandertreffen in New York vor vier Jahren im Halbfinale allerdings verloren.

( sid )