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Ginter lieferte, Müller und Reus fehlte das Glück

Neuer: Machte sein 80. Länderspiel. Es war für den Bayern-Schlussmann über weite Strecken ein gemütliches. Wenn er gebraucht wurde, war er da.

Ginter: Zweikampfstärke war das Stichwort. Und Ginter lieferte. Gewann 70 Prozent seiner Duelle und hatte vorn einige starke Szenen.

Boateng: Unangebracht lässig, kam öfter zu spät.

Hummels: Hat sich vorgenommen, den Weg aus dem Schlamassel zu weisen. Tat das, als er Griezmanns Sturmlauf stoppte (45.). Hatte die beste deutsche Chance, als er erst einen Konter einleitete und dann selbst an Areola scheiterte (72.).

Rüdiger: Musste sich an die neue Rolle als Außenverteidiger erst gewöhnen – und seine Mitspieler auch. Überraschte mit unkonventionellen Flanken und bewies Mut zur Hässlichkeit, als er mehrfach in der Offensive Dinge tun musste, bei denen er nicht gut aussah.

Kimmich: Kehrte von der Rechtsverteidigerposition, auf die er einst umgeschult wurde, wieder zurück ins defensive Mittelfeld. War, wo die Action stattfand – und überall gut.

Goretzka (bis 66.): Konnte seine Dynamik nach vorn nicht so einbringen wie zuletzt bei den Bayern.

Gündogan (ab 66.): Musste erneut Pfiffe gegen sich ertragen, meisterte seine Reifeprüfung aber ordentlich.

Kroos: Hatte mit Kimmich einen Kehrbesen hinter sich wie bei Real Madrid. Nutzte die neue Leichtigkeit aber zu selten für Pässe in die Gefahrenzone.

Müller: Arbeitete unermüdlich. Hätte sich ein Tor verdient gehabt.

Werner: Wenn es gefährlich wurde, dann meist über ihn.

Reus (bis 83.): Hatte bei einigen guten Torchancen Pech, dass Areola einen herausragenden Tag erwischte.

Sané (ab 83.): Kam zu spät, um noch Akzente zu setzen.