Fussball-Ticker

Modric steigt bei Real offenbar zum Top-Verdiener auf

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Glanzloser Sieg von Manchester United

Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United hat die neue Saison in der Premier League mit einem glanzlosen Sieg eröffnet. Gegen Leicester City, Sensationsmeister von 2016, gewann die Mannschaft von Teammanager Jose Mourinho mühsam mit 2:1 (1:0). Der vom FC Barcelona umworbene französische Weltmeister Paul Pogba (3., Handelfmeter) und Linksverteidiger Luke Shaw (83.) schossen United im Old Trafford auf die Siegerstraße. Torjäger Jamie Vardy (90.+3) brachte die Gäste spät noch einmal heran. Leicester kassierte damit in den letzten drei Spielzeiten des englischen Oberhauses jeweils das erste Tor der Saison. Bei den Foxes stand der Ex-Freiburger Caglar Söyüncü am Tag nach seiner Verpflichtung noch nicht im Kader.

Messi neuer Kapitän beim FC Barcelona

Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi (31) ist neuer Kapitän beim spanischen Meister FC Barcelona. Das gab der Club von Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen am Freitag bekannt. Der Argentinier übernimmt die Binde von Club-Ikone Andres Iniesta, der im Juli zu Vissel Kobe/Japan an die Seite von Ex-Weltmeister Lukas Podolski gewechselt ist. Seit 2015 war Messi bereits Vizekapitän der Blaugrana. Seine Stellvertreter sind Sergio Busquets, Gerard Pique und Sergi Roberto.

Medien: Modric steigt bei Real zum Top-Verdiener auf

Kroatiens WM-Star Luka Modric bleibt offenbar langfristig bei Champions-League-Sieger Real Madrid – und steigt bei den Königlichen zum Top-Verdiener auf. Wie die spanischen Sporttageszeitungen As und Marca am Freitag übereinstimmend berichteten, soll der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler demnächst einen neuen Vertrag unterzeichnen. Mit einem Jahresgehalt von elf Millionen Euro soll der Vizeweltmeister zum derzeitigen Spitzenverdiener Sergio Ramos aufschließen.

Zuletzt buhlte der italienische Spitzenclub Inter Mailand intensiv um die Dienste des besten Spielers der WM 2018 in Russland. Modric spielt seit 2012 für Real, der aktuelle Vertrag des kongenialen Partners von Nationalspieler Toni Kroos läuft bis 2020.

Ingolstadt setzt kuriose Sieglos-Serie fort

Der FC Ingolstadt hat in der 2. Bundesliga einen Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth verpasst und damit eine kuriose Sieglos-Serie fortgesetzt. Das Team von Trainer Stefan Leitl trennte sich am Freitag 1:1 (0:0) von den Franken. Damit gelang dem FCI im neunten Jahr nach der Stadioneröffnung zum neunten Mal kein Erfolg im Heimdebüt. Nachdem Ingolstadt gleich reihenweise große Chancen vergeben hatte, erzielte Lukas Gugganig per Kopf die Führung für die Gäste (56. Minute). Thorsten Röcher sorgte mit dem Ausgleich vor 9861 Zuschauern nach einer Ecke immerhin für einen Punkt (71.).

Nach dem 1:2 am ersten Spieltag in Regensburg hätte FCI-Stürmer Dario Lezcano dreimal die Führung erzielen können (13./20./52.), bei der letzten Chance schoss er Torhüter Sascha Burchert auf fahrlässige Weise aus wenigen Metern alleinstehend ins Gesicht. Die Fürther von Coach Damir Buric verdienten sich das Remis mit einer beherzten Abwehrleistung und stehen nach dem 3:1 am ersten Spieltag gegen Sandhausen bereits vier Punkten da.

FC Carl Zeiss Jena verpasst Sieg beim Karlsruher SC

Der Karlsruher SC bleibt in der 3. Fußball-Liga weiter ungeschlagen, hat den Sprung an die Tabellenspitze jedoch verpasst. Der Aufstiegsaspirant kam am Freitag vor 11 530 Zuschauern im Wildparkstadion nach einer turbulenten Schlussphase nicht über ein leistungsgerechtes 1:1 (0:0) gegen den FC Carl Zeiss Jena hinaus und steht vorerst im Mittelfeld des Klassements. Nach Jenas Führung durch Dominik Bock (85. Minute) glich KSC-Profi Manuel Stiefler wenig später noch aus (88.).

Die Gäste aus Jena konnten sich damit zum Auftakt des vierten Spieltags zumindest teilweise für die 0:3-Heimniederlage gegen den Halleschen FC rehabilitieren und haben mit nun sieben Punkten weiter einen Zähler mehr als die Gastgeber.

Batshuayi wechselt zur Leihe nach Valencia

Eine Rückkehr von Michy Batshuayi zu Borussia Dortmund ist endgültig vom Tisch. Der spanische Champions-League-Teilnehmer FC Valencia hat den belgischen Nationalspieler unter Vertrag genommen. Der 24 Jahre alte Angreifer wechselt auf Leihbasis für eine Saison vom englischen Ex-Meister FC Chelsea in die spanische Hafenstadt. Batshuayi war in der vergangenen Rückrunde an den BVB verliehen worden und erzielte in 14 Spielen neun Tore. Bei der Weltmeisterschaft in Russland kam der Mittelstürmer für die drittplatzierten Belgier in drei Spielen zum Einsatz und erzielte dabei einen Treffer.

Klopp: Wir wollen einen Titel gewinnen

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp freut sich auf die neue Premier-League-Spielzeit mit dem FC Liverpool. „Ich habe sehr viel Bock auf die neue Saison und gehe mit einer hohen Erwartungshaltung hinein“, sagte er dem TV-Sender Sport1. „Ich kann aber leider nicht sagen, wohin das führt.“ Eine Prognose wollte Klopp nicht abgeben, doch das Ziel ist die Meisterschaft. „Natürlich wollen alle einen Titel gewinnen“, betonte der 51-Jährige, „aber die Leute nehmen uns auch ab, dass wir alles dafür tun, dass es passiert.“

Rund 200 Millionen Euro haben die Reds im Sommer für Neuzugänge ausgegeben, eine Erfolgsgarantie sei das nicht. „Wir müssen die neu gewonnenen PS auf die Straße bringen“, betonte Klopp in bester Jens-Todt-Manier. „Und nebenher haben auch alle anderen ihre Karren aufgemotzt. Es gibt mindestens fünf Vereine, die sich um die ersten Plätze streiten.“

Der FC Liverpool, der zum Auftakt am Sonntag ein Heimspiel gegen West Ham United bestreitet, hatte die vergangene Premier-League-Saison als Tabellenvierter abgeschlossen. Außerdem hatte das Team das Finale der Champions League erreicht, das mit 1:3 gegen Real Madrid verloren ging. „Dabei gewesen zu sein, ist schon ein außergewöhnliches Privileg“, sagte Klopp jetzt, „und so empfinden das auch alle“.

Kaderabek verlängert in Hoffenheim

Der 32-malige tschechische Nationalspieler Pavel Kaderabek hat seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängert. Der 26 Jahre alte Defensivspieler steht seit 2015 im Kraichgau unter Vertrag und bestritt bislang 79 Ligaspiele für den Champions-League-Teilnehmer.

Pyrotechnik: Wolfsburg nimmt zwei Fans in Regress

Nach einem Prozess vor dem Landgericht Braunschweig haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt, die Beklagten leisteten bereits eine Teilzahlung in Höhe von 3500 Euro an den VfL Wolfsburg.

Die Niedersachsen hatten die beiden identifizierten Anhänger angeklagt, nachdem sie im Dezember 2014 während des Auswärtsspiels bei Hannover 96 aus dem VfL-Fanblock unerlaubt Pyrotechnik gezündet hatten. Der DFB hatte Wolfsburg daraufhin zu einer Strafe in Höhe von 6000 Euro verurteilt.

„Uns ist es zunächst einmal wichtig, dass alle Fans ein sicheres und unvergessliches Stadionerlebnis genießen können. Daher ist es unsere Pflicht, wie auch die aller anderen Bundesliga-Clubs, maximale Sicherheit zu gewährleisten. Besucher eines Bundesliga-Spiels, die sich nicht an die im Stadion geltenden Regeln halten, und entsprechend ermittelt werden, müssen daher für ihr Fehlverhalten haften“, sagte VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher.

Und weiter: „Wir haben uns mit den in diesem Fall Beklagten in einem Vergleich geeinigt, so dass letztlich nur eine Teilsumme der Strafe an den VfL Wolfsburg gezahlt werden musste. Wir betrachten hierbei natürlich auch immer die Einzelfälle und gehen unter Berücksichtigung aller Interessen vor. Zu begrüßen ist in diesem Zusammenhang, dass das Landgericht Braunschweig mit diesem Urteil eindeutig die Möglichkeit des Regresses bestätigt hat.“

Mourinho: Pogba ist „glücklich“ in Manchester

Manchester Uniteds unzufriedener Teammanager Jose Mourinho (55) geht offenbar von einem Verbleib seines Mittelfeldstars Paul Pogba (25) bei den Red Devils aus. Der Franzose sei „glücklich“ aus seinem WM-Urlaub zurückgekehrt, zudem „stolz“ und „mit dem Wunsch, zu arbeiten“, sagte „Mou“. Am Donnerstag schloss der Transfermarkt für die Klubs der Premier League, lediglich Verkäufe sind jetzt noch bis 31. August möglich.

Pogba war am Montag wieder ins Training bei United eingestiegen. Er wurde zuletzt mit einem Wechsel von Manchester zum spanischen Meister FC Barcelona. Laut britischen Medienberichten sei Pogba fest entschlossen, den Club nach zwei Jahren zu verlassen. Der 25-Jährige soll in Barcelona etwa 384.000 Euro pro Woche verdienen, die Ablösesumme soll rund 100 Millionen Euro betragen.

Polizei zahlt fast 100 Eintracht-Fans Schadenersatz

Das Polizeipräsidium Südhessen hat 96 Frankfurt-Fans fast 25.000 Euro Schadenersatz bezahlen müssen. Sie waren einem richterlichen Beschluss zufolge während des Hessenderbys zwischen dem SV Darmstadt 98 und der Eintracht Ende April 2016 rechtswidrig in Gewahrsam genommen worden. Dafür habe jeder 250 Euro bekommen, sagte Polizeisprecher Bernd Hochstädter am Freitag in Darmstadt. Die „Frankfurter Rundschau“ hatte zuvor berichtet.

Die Polizei hatte vor dem Spiel in Darmstadt mehrere Frankfurter Fan-Gruppen in Gewahrsam genommen und mit einem Bus ins Polizeipräsidium nach Frankfurt gebracht. Nach Darstellung der „Frankfurter Rundschau“ waren die Anhänger Fans zwischen 16 und 23 Uhr in Gewahrsam. Dabei sei kein Richter eingeschaltet worden.

Ins Stadion selbst durften die Anhänger von Eintracht Frankfurt nicht, weil der DFB nach den Ausschreitungen beim Hinspiel einen Ausschluss der Gästefans verfügt hatte. Die Stadt Darmstadt hatte aus Angst vor Krawallen zunächst sogar ein umstrittenes Innenstadt-Verbot für Eintracht-Fans verhängt. Dies wurde jedoch noch einige Stunden vor dem Spiel gekippt. Insgesamt waren mehr als 500 Menschen vorläufig festgenommen worden.

Rangnick schließt 30-Millionen-Transfers aus

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick will für weitere Neuzugänge nicht allzu tief in die Tasche greifen. „Wir halten unser Budget ein. Ein 30-Millionen-Transfer ist ausgeschlossen“, sagte der 60-Jährige der „Mitteldeutschen Zeitung“. Ein Wechsel von Wunschspieler Ademola Lookman wird somit immer unwahrscheinlicher. Wie der „kicker“ berichtet, soll sein Verein FC Everton eine Ablöse von 33 Millionen Euro fordern.

„Im Moment sieht es tatsächlich so aus, als ob es nicht klappt. Aber die Betonung liegt auf ‘im Moment’“, sagte Rangnick. Der 20 Jahre alte Flügelspieler Lookman war in der Rückrunde der vergangenen Saison an Leipzig ausgeliehen und kam auf fünf Tore und vier Vorlagen in elf Bundesliga-Spielen. Bei Everton besitzt er noch einen Vertrag bis 2021.

Bei der zweiten Baustelle, einen Nachfolger für den nach Liverpool abgewanderten Naby Keita zu finden, zeigt sich Rangnick optimistisch: „Wir sind schon noch dran, in den verbleibenden drei Wochen jemanden für diese Position zu verpflichten, der uns im Idealfall sofort weiterhilft. Wenn das nicht gelingt, können wir das aber auch intern lösen.“ Kevin Kampl könne die Rolle ebenfalls übernehmen, so Rangnick.

Einer Verpflichtung von Nationalspieler Sebastian Rudy von Bayern München für diese Postion steht Rangnick weiter skeptisch gegenüber. „Sebastian ist grundsätzlich ein guter Spieler. Aber ich halte es momentan für wenig wahrscheinlich, dass solch ein Transfer für uns umsetzbar ist“, sagte Rangnick. Ob der Spieler überhaupt zu RB wollen würde und der Club den Transfer dann stemmen könne, ist laut Ansicht des Coaches fraglich. Bereits in der Vorwoche hatte Rangnick die Rudy-Gerüchte dementiert.

Rebic verlängert in Frankfurt

Der heftig umworbene Offensivspieler Ante Rebic hat seinen Vertrag in Frankfurt bis 2022 verlängert. Damit hat sich ein Transfer von HSV-Profi Filip Kostic zur Eintracht zerschlagen. Lesen Sie HIER alle Hintergründe.

Rekordmann Klaassen traut Werder viel zu

Bremens Rekordtransfer Davy Klaassen traut den Hanseaten in der kommenden Saison eine gute Rolle zu. „Wir haben auf jeden Fall eine richtig gute Gruppe – mit vielen erfahrenen und vielen jungen Spielern. Das ist ein guter Mix“, sagte der 25 Jahre alte Niederländer auf „deichstube.de“. Selbst die Qualifikation für das internationale Geschäft hält der Mittelfeldspieler für realistisch. „Ja, Europa ist möglich“, sagte Klaassen.

Allerdings müsse dafür alles passen. „Wir werden nicht schnipsen können und dann haben wir es geschafft. Das ist harte Arbeit“, sagte Klaassen, der für 13,5 Millionen Euro vom FC Everton an die Weser gewechselt war.

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