Turin

Italien im Ronaldo-Rausch: „CR7“-Show hat begonnen

Turin. Schon die Landung in Turin war filmreif. Als topsecret und einen Tag früher als erwartet betrat Cristiano Ronaldo, das neue Kronjuwel von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, italienischen Boden. Im Fernsehen lief gerade das Finale der Fußball-WM. „Schaut her, wer gerade in Turin angekommen ist“, twitterte Juve und schenkte den Fans ein erstes Foto von Ronaldo auf dem Rollfeld.

Die „neue Ära im italienischen Fußball“, von der die Medien seit Bekanntwerden des spektakulären Transfers pausenlos sprechen, begann am Montag offiziell vor dem Ärztezentrum von Juve. Die Anhänger des Clubs, die in Scharen und mit Smartphones in den Händen zum „Ronaldo-Day“ gekommen waren, machten dem portugiesischen Neuankömmling unmittelbar klar, was sie von ihm erwarten. „Bring uns den Champ­ions-League-Titel!“, skandierten sie. Ronaldo gab Autogramme und winkte den Fans, dann verschwand er zum obligatorischen Medizincheck.

Nicht nur in sportlicher Hinsicht sind die Erwartungen riesig. Ronaldo ist eine Marke, er ist ein Garant für klingelnde Kassen beim Merchandising und bei Sponsorenverträgen. Am Wochenende machten Gerüchte die Runde, wonach Juve in einer Nacht mehr als 500.000 Ronaldo-Trikots verkauft haben soll. Für den Turiner Traditionsverein ist die Ablösesumme an Real in Höhe von 112 Millionen Euro ein ungewohnt dicker Brocken. Doch die Ausgaben könnten sich am Ende für die Clubkasse auszahlen. Ronaldo steht für Erfolg.

Am 30. Juli will der Superstar ins Training bei Juve einsteigen: „Viele denken, dass die Karriere mit 33 Jahren vorbei ist, aber ich möchte zeigen, dass ich anders bin als alle anderen. Ich würde nie sagen, dass der Wechsel nach Turin ein Rückschritt ist, es ist ein Schritt nach vorne. Juve ist eine der besten Mannschaften der Welt.“