Baseball

Tim Crow will mit den Hamburg Stealers ganz hoch hinaus

Tim Crow ist neuer Headcoach der Hamburg Stealers

Tim Crow ist neuer Headcoach der Hamburg Stealers

Foto: Hamburg Stealers

Der Amerikaner ist neuer Trainer des Baseball-Bundesligaclubs. Vorgänger Jens Hawlitzky wird zum Technischen Direktor.

Hamburg.  Acht Jahre lang war Jens Hawlitzky Cheftrainer des Baseball-Bundesligateams der Hamburg Stealers. Jetzt präsentierte der Club mit dem US-Amerikaner Tim Crow für die im April startende Saison 2018 seinen Nachfolger. Hawlitzky bleibt dem Club aber als Technischer Direktor erhalten.

Der 54 Jahre alte Crow hat seine neue Mannschaft bereits in der vergangenen Saison kennengelernt, als er im Sommer noch ohne offizielle Funktion das Trainerteam um Hawlitzky zeitweise unterstützte. „Ich habe bei meinem Aufenthalt in Hamburg erlebt, welch große Leidenschaft die Verantwortlichen für den Baseballsport haben“, sagte Crow jetzt über seine Motivation, das Angebot der Stealers anzunehmen.

Crow ruft Meistertitel als „ultimatives Ziel“ aus

Crow war nach seiner aktiven Baseball-Karriere zunächst Profi-Schiedsrichter, ehe er als Trainer Highschool-Teams und zuletzt 2015 und 2016 den österreichischen Erstligisten Feldkirch (je 16:4 Siege) erfolgreich coachte.„Wir sind davon überzeugt, dass Tim unsere einzelnen Spieler und auch das Team insgesamt weiterentwickeln wird“, sagt Sven Huhnholz, der 1. Vorsitzende der Hamburg Stealers. Gleichzeitig kündigte Huhnholz personelle Verstärkungen für die kommende Saison an.

Diese werden eine hohe Qualität haben müssen, damit die Stealers den Ambitionen gerecht werden können, die ihr neuer Cheftrainer verfolgt. „Unser ultimatives Ziel muss es sein, deutscher Meister zu werden. Wenn wir für ein niedrigeres Ziel trainieren, betrügen wir uns selbst und unsere Organisation“, sagt Tim Crow in typisch amerikanischer Diktion.

Sechsmal im Viertelfinale

Unterdessen versichert der bisherige Cheftrainer Jens Hawlitzky, dass sein Postenwechsel seinen Vorstellungen entspreche. „Aufgrund meiner beruflichen und familiären Verpflichtungen wäre es für mich künftig sehr schwierig geworden, mich so intensiv der Aufgabe als Headcoach zu widmen, wie es nötig ist“, sagt der hauptberuflich als Tischler tätige Familienvater.

Seit 2010 hatte Hawlitzky das Stealers-Team sechsmal ins Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft geführt, dort war jeweils Endstation. In der vergangenen Saison wurde die Mannschaft vor allem wegen ihrer Offensivschwäche nur Fünfter der Bundesliga Nord, gewann danach aber souverän die Play-down-Runde.