Tennis

Kohlschreiber verpasst sein drittes Finale in dieser Saison

Fairer Sportsmann: Philipp Kohlschreiber gratuliert Jo-Wilfried Tsonga zum Finaleinzug von Wien

Fairer Sportsmann: Philipp Kohlschreiber gratuliert Jo-Wilfried Tsonga zum Finaleinzug von Wien

Foto: Imago/GEPA pictures

Augsburger unterliegt Zverev-Bezwinger Tsonga. In Basel baut Federer seinen Rekord aus. WTA-Finale Williams vs. Wozniacki.

Wien. Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber (Augsburg) hat sein drittes Endspiel der Saison verpasst. Im Halbfinale des ATP-Turniers von Wien unterlag der 34-Jährige dem früheren Australian-Open-Finalisten Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) nach 1:47 Stunden mit 6:7 (4:7), 5:7. Im Finale am Sonntag trifft Tsonga, der im Viertelfinale Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev ausgeschaltet hatte, auf seinen Landsmann Lucas Pouille.

Kohlschreiber stand in diesem Jahr in den Endspielen von Marrakesch (Niederlage gegen Borna Coric) und Kitzbühel (Sieg gegen Joao Sousa). In einem engen Match zeigte die Nummer 34 der Welt gegen den 15 Plätze besser klassierten Tsonga in den entscheidenden Momenten Nervenschwäche: Im ersten Durchgang verlor Kohlschreiber nach dem Break zum 3:2 sogleich seinen eigenen Aufschlag und später den Tie-Break. Im zweiten Satz gab er beim Stand von 5:5 sein Service zu Null an Tsonga ab.

Federer baut seinen Basel-Rekord aus

In Basel steht Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer zum 13. Mal im Endspiel, damit baute der 36-jährige Schweizer seinen Rekord für Finalteilnahmen bei einem Turnier in der Open Era aus. Der topgesetzte Federer, bislang sieben Mal in seiner Heimatstadt erfolgreich, ließ dem Belgier David Goffin (Nr. 3) mit 6:1, 6:2 keine Chance.

Im Finale am Sonntag trifft der 19-malige Major-Gewinner auf den Argentinier Juan Martin Del Potro, der Titelverteidiger Marin Cilic (Kroatien/Nr. 2) mit 6:4, 6:4 eliminierte. Damit kommt es zum dritten Mal in Basel zur Endspielpaarung Federer gegen Del Potro, der Argentinier gewann 2012 und 2013 jeweils in drei Sätzen.

Venus Williams im WTA-Finale gegen Wozniacki

Bei den Damen greift Venus Williams indes neun Jahre nach ihrem ersten und bislang einzigen Erfolg beim WTA-Finale nach dem neuerlichen Sieg beim Saisonfinale der besten acht Tennisspielerinnen in Singapur. Die 37-jährige US-Amerikanerin besiegte im Halbfinale die Französin Caroline Garcia nach 2:32 Stunden mit 6:7 (3:7), 6:2, 6:3. Im Finale der inoffiziellen WM (Sonntag, 13.30 Uhr MEZ) trifft Williams auf Caroline Wozniacki.

"Es ist erst vorbei, wenn die fette Lady singt. Und ich bin nicht fett, ich achte auf meine Figur", scherzte Williams, die sich gegen die überraschend starke Saisonfinal-Debütantin Garcia eindrucksvoll zurückkämpfte.

Die Dänin Wozniacki gewann ihr Vorschlussrundenduell gegen die Tschechin Karolina Pliskova nach 1:56 Stunden 7:6 (11:9), 6:3 und greift ihrerseits sieben Jahre nach ihrer ersten Endspielteilnahme nach ihrem ersten Titel beim Jahresabschluss. Allerdings sprechen die Vorzeichen klar gegen Wozniacki: In sieben Duellen gegen die ältere der Williams-Schwestern bezog die 27-Jährige ausschließlich Niederlagen und gewann lediglich einen Satz.

Wozniacki wiederum half mit ihrem Sieg über Pliskova der Rumänin Simona Halep, die den Jahreswechsel trotz ihres Vorrunden-Aus an der Spitze der Weltrangliste verbringen wird. Die Dänin selbst stand einst an der Spitze des Rankings, wartet jedoch noch immer auf einen großen Titel bei den Grand Slams oder dem WTA-Finale. 2010 in Doha hatte sie das Endspiel gegen die Belgierin Kim Clijsters verloren. An gleicher Stelle gewann Williams, ebenfalls ehemalige Branchenführerin, 2008 den Titel.

Die letztjährige Finalistin Angelique Kerber (Kiel) sowie Titelverteidigerin Dominika Cibulkova (Slowakei) hatten den Sprung ins Teilnehmerinnen-Feld des mit sieben Millionen Dollar dotierten Turniers in Singapur nicht geschafft.