Beachvolleyball

Trainer will aus Walkenhorst und Ludwig noch mehr rausholen

Für das Hamburger Beachduo Kira Walkenhorst (l.) und Laura Ludwig soll Olympiagold in Rio noch nicht alles gewesen sein

Für das Hamburger Beachduo Kira Walkenhorst (l.) und Laura Ludwig soll Olympiagold in Rio noch nicht alles gewesen sein

Foto: Witters

Team der Olympiasiegerinnen vom HSV beschließt Fortsetzung der Zusammenarbeit bis zu den Spielen in Tokio 2020.

Hamburg. Die Lederhosen bei der Saison-Abschlussparty am Hamburger Hafen symbolisierten die Parallelen und Vorsätze - auch wenn sie weiter für den HSV starten. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst wollen in den kommenden Jahren ihre Dominanz ebenso ausbauen wie der FC Bayern seine Ausnahmestellung auf dem Rasen. „Alle haben noch große Lust“, sagte Laura Ludwig.

Am Wochenende wurden die letzten Details des neuen Vierjahresplans der Firma Ludwig/Walkenhorst festgezurrt: Das komplette Erfolgsteam, also auch Chefcoach Jürgen Wagner (60, Moers), die Hamburger Balltrainerin Helke Claasen und die Sportpsychologin Anett Szigeti, gehen das Unternehmen Titelverteidigung bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an. Die eigene kleine Firma Laura & Kira bleibt im Geschäft.

Die Konkurrenz bricht weg

Schon kurz nach dem triumphalen Olympiasieg an der Copacabana in Rio de Janeiro hatte die 30 Jahre alte Ludwig die Fortsetzung ihrer Erfolgskarriere verkündet: „Ich bin sowas von heiß, weil wir gerade in diesem Jahr gezeigt haben, dass wir so fit sind wie noch nie. Es wäre dumm zu sagen, ich höre jetzt auf. Ich will es einfach nochmal machen.“ Und für die fünf Jahre jüngere Super-Blockerin Walkenhorst waren die bisherigen vier Spielzeiten mit Ludwig ohnehin erst der Einstieg in die Weltelite. „Die ganze Arbeit hat sich einfach gelohnt. Der Weg war definitiv nicht leicht“, bemerkte Walkenhorst.

Der Aussicht auf weitere Erfolge und eine lange Zeit an der Spitze der Beachvolleyball-Weltelite machen das Team für Fans und Sponsoren zu einem Aushängeschild. National ist nach dem Karriere-Ende der Nationalspielerinnen Katrin Holtwick, Ilka Semmler (Berlin) und Britta Büthe (Stuttgart) nur noch das Team Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) als Verfolger übrig geblieben. Für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV), der den Beach-Bereich neu strukturieren will, ist das Duo ein Glücksfall.

Trainer sieht noch mehr Potenzial

Cheftrainer Wagner, der nach Julius Brink und Jonas Reckermann 2012 in London nun schon das zweiten deutsche Olympiasieger-Duo geformt hat, sieht das Potenzial seines Teams noch lange nicht 100-prozentig ausgeschöpft. Das macht der Konkurrenz - wie auch vom FC Bayern bestens bekannt - Angst. In diesem Jahr haben Ludwig/Walkenhorst neben Olympia in Rio de Janeiro noch vier Turniere auf der Welttour, die Europameisterschaft, die deutsche Meisterschaft und das Welttour-Finale in Toronto gewonnen. Ende November startet die Vorbereitung auf die neue Saison 2017 mit dem Höhepunkt WM in Wien.