Rio de Janeiro

Kanuten haben vier Chancen auf weitere Medaillen

Rio de Janeiro.  Kanu-König Sebastian Brendel kämpft erneut um Gold, und auch der Rest der deutschen Flotte paddelt zum Abschluss der olympischen Regatta an diesem Sonnabend um die Medaillen. Vier Boote des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) stehen in den Finals. „Die Stimmung ist super, und wir haben noch einmal vier Chancen“, sagte Cheftrainer Reiner Kießler.

Zwei Gold- und eine Silbermedaille haben die deutschen Rennsport-Kanuten bisher am Lagoa Rodrigo gewonnen, die Bilanz soll noch deutlich verbessert werden. „Wir haben unser Minimalziel erreicht. Wir greifen noch einmal an. Mal sehen, was dabei herauskommt“, sagte Brendel nach dem souveränen Vorlaufsieg mit Jan Vandrey (beide Potsdam) im Canadier-Zweier über 1000 Meter. Als chancenreich geht auch der Kajak-Vierer der Männer mit den beiden K2-Olympiasiegern Max Rendschmidt/Marcus Groß (Essen/Berlin) an den Start. Im Vorlauf verwies das Flaggschiff Weltmeister Slowakei auf Rang zwei.

Ronald Rauhe überraschte im Kajak-Zweier über 200 m mit Platz zwei im Halbfinale. „Ich bin gut drauf. Das gibt mir Auftrieb für das Finale“, sagte Rauhe. Eine Medaille im Einer wäre der krönende Abschluss seiner olympischen Karriere. Schnell war auch der Kajak-Vierer der Frauen beim Halbfinalsieg über 500 m. Das Boot mit Sabrina Hering (Hannover), Franziska Weber (Potsdam), Steffi Kriegerstein (Dresden) und Tina Dietze (Leipzig) hat ebenfalls gute Medaillenchancen.