rio de janeiro

Olympiasieger Schenk will DOSB abschaffen

rio de janeiro. Zehnkampf- Olympiasieger Christian Schenk (51) regt die Abschaffung des DOSB an. „Der Deutsche Olympische Sportbund ist offensichtlich nicht geeignet, den Hochleistungssport zu managen“, sagte der Olympiasieger von Seoul 1988 der am Mittwoch erscheinenden „Sport Bild“.

Schenk bringt die eine Deutschland Sport AG ins Gespräch: „Die Gesellschafter der AG sollten die einzelnen Verbände, der Staat, das heißt das Innenministerium, und private Investoren sein.“ Ziel sei, dass „Profis den Laden schmeißen und nicht mehr Ehrenamtliche“.

Schenk, der 1988 in Seoul Gold gewann, forderte auch bessere finanzielle Rahmenbedingungen für die Sportler. „Viele machen sich Sorgen um ihre Zukunft nach der Karriere, daher springen sie ab“, sagte Schenk: „Die Sportler sollten abgesichert sein, auch für die ersten fünf Jahre nach der aktiven Karriere.“ Schenk würde die Förderung auf wenige Sportarten konzentrieren: „Ich spreche da von 30 bis 40 Disziplinen, Sommer wie Winter.“

Der DOSB verhandelt derzeit mit dem Innenministerium, dem größten Geldgeber des deutschen Spitzensports, ein umfangreiches Reformwerk, das im Oktober vorgestellt werden soll.