Hamburg

Concordia peilt den Aufstieg in die Regionalliga an

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13 hochkarätige Neuzugänge lassen den Traditionsclub vor dem Oberligastart träumen

Hamburg.  Die Namen sind klangvoll. Torwart Tobias Sävke (vom Meiendorfer SV), die Innenverteidiger Ronny Buchholz (Altona 93) und Lennart Müller (Hannover 96 II) sowie Sechser Theodoros Ganitis (Rot-Weiß Erfurt II). Und das ist nur eine kleine Auswahl. Mit 13 meist hochkarätigen Neuzugängen startet Fußball-Traditionsclub Concordia am letzten Juli-Wochenende in die neue Saison der Oberliga Hamburg. Zudem konnten alle Leistungsträger wie Torschützenkönig Benjamin Bambur (29 Treffer 2015/16) gehalten werden. Die Marschrichtung ist klar: „Wir wollen oben mitspielen“, sagt Manager Florian Peters. „Zudem wäre es fahrlässig, sich nicht mit dem Thema Regionalliga zu beschäftigen. Stimmen die Bedingungen, wäre es ein Traum für uns, in die Regionalliga aufzusteigen.“

Schon in der vergangenen Saison dachte Concordia lange über eine Meldung zu den Aufstiegsspielen nach. Nun ist die Ligamannschaft, deren Etat 120.000 Euro beträgt, einen Schritt weiter. Alle Testspiele wurden gewonnen. Auffällig: Die in der vergangenen Spielzeit mit 61 Gegentreffern so anfällige Defensive hat enorm an Qualität gewonnen. Sportlich dürfte einem packenden Zweikampf mit Altona 93, deren offiziell erklärtes Ziel der Regionalligaaufstieg ist, nichts im Wege stehen.

Ein Hauptsponsor fehlt Concordia noch

Am finanziellen Hintergrund arbeitet Concordia weiter auf allen Ebenen. „Wir haben viele kleine Sponsoren. Ein Hauptsponsor fehlt uns aber noch“, sagt Peters. Präsident Matthias Seidel, Gründer und Geschäftsführer der Internetplattform transfermarkt.de, sei es entgegen anderslautender Stimmen nicht. „Matthias Seidel ist nicht unser Geldgeber“, stellt Peters klar. Den für einen Regionalligaaufstieg notwendigen Etat schätzt Peters auf circa 300.000 Euro: „Das ist eine realistische Größe. Ungefähr so viel braucht man dort, und die Lücke zwischen dem jetzigen Etat und den Anforderungen müssen wir geschlossen sehen, um tatsächlich Regionalligafußball anbieten zu können.“

Bleibt die Stadionfrage. Gelänge der Aufstieg tatsächlich, würde Concordia gerne vom Bekkamp zurück in den Sportpark Hinschenfelde ziehen. Dort spielte der Club nach dem Abschied vom alten Marienthal-Stadion bis 2012. Gastgeber auf der Anlage ist der TSV Wandsetal. Das aktuelle Verhältnis zwischen den Clubs bezeichnet Peters als „neu­tral, ohne Abhängigkeiten und konstruktiv“. Das will was heißen: Als Concordia in Hinschenfelde auszog, hatte es zuvor Krach gegeben. Mögliche Kosten für einen Umbau des Sportparks Hinschenfelde in ein regionalligataugliches Stadion taxiert Peters, „ohne die Anforderungen der Platzkommission des Norddeutschen Fußball-Verbandes detailliert gewichtet zu haben“, auf circa 20.000 Euro. Machbar. Genau wie der Aufstieg. Wenn im neuen Kader genauso viel Klasse drinsteckt, wie die verheißungsvolle Transferperiode verspricht.