Boxen

Klitschko-Kampf gegen Fury muss verschoben werden

Wladimir Klitschko sei in bestechender Form, doch er muss sich noch gedulden

Wladimir Klitschko sei in bestechender Form, doch er muss sich noch gedulden

Foto: Kerstin Joensson / dpa

Eigentlich sollten Tyson Fury und Wladimir Klitschko am 9. Juli in den Ring steigen. Doch der Brite sagte nun ab.

Der Kampf der Giganten muss verschoben werden: Der britische Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury hat den WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko am 9. Juli abgesagt. Der Titelverteidiger aus Manchester hat sich im Training am Knöchel verletzt und muss einige Wochen pausieren. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

„Natürlich bin ich total enttäuscht über die Absage“, sagte Klitschko, der das erste Duell am 28. November vergangenen Jahres in Düsseldorf überraschend einstimmig nach Punkten verloren hatte. „Auch für meine Fans, die schon alle auf den Kampf hingefiebert haben, tut es mir sehr leid. Aber eines ist auch klar: Dann hole ich mir meine WM-Gürtel eben ein paar Wochen später zurück.“

Klitschkos Manager Bernd Bönte sagte: „Es ist bedauerlich, dass der Kampf nicht stattfinden wird.“ Sein Schützling sei in bestechender Form. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Nachholtermin, und es ist sehr wahrscheinlich, dass der Kampf weiterhin in der Manchester Arena stattfinden wird“, sagte Bönte. Die Tickets behalten bis zur endgültigen Entscheidung ihre Gültigkeit.

Fury will Kampf zeitnah nachholen

Fury teilte seinen Rückzug in einem Video auf Instagram mit. „Ich habe schlechte Nachrichten“, sagte der 2,06 m große Hüne. Gebrochen sei der Knöchel nicht, doch er brauche jetzt ein paar Wochen Pause. „Der Kampf wird so schnell wie möglich nachgeholt“, versprach der 27-Jährige.

Unter dem Motto „Repeat or Revenge“ (Wiederholung oder Revanche) sollte das Re-Match in der nordenglischen Stadt starten. Klitschko hatte sich viel vorgenommen und auch die ungewohnte Rolle des Herausforderes angenommen. „Ich bin wieder frei, vom Titel befreit, ich bin der Herausforderer. Ich bin der Jäger, nicht der Gejagte“, sagte der Olympiasieger noch in dieser Woche. Vor der Niederlage von Düsseldorf war „Dr. Steelhammer“ elf Jahre unbesiegt.

Beide Boxer hatten sich in den letzten Tagen schon die üblichen verbalen Scharmützel geliefert. Klitschko hatte Fury als „Schwachmat“ bezeichnet. Statt wie Muhammad Ali das Boxen glänzen zu lassen, seien Furys Aussagen nur peinlich. „Dass er diese Bühne hat, das passt nicht in meinen Kopf. Er wirbt für die falsche Seite“, sagte Klitschko.

Der Ukrainer bereitete sich zuletzt in Tirol intensiv auf seinen 69. Profikampf vor. 64 seiner bislang 68 Fights konnte der Olympiasieger von 1996 für sich entscheiden. Im Rückkampf gegen Fury geht es um die WM-Titel im Schwergewicht der Verbände WBO und WBA.