Hamburg

St. Pauli bindet Leistungsträger Lasse Sobiech bis 2018

Hamburg.  Wenn Thomas Meggle nach guten Nachrichten bezahlt würde, wäre es bisher eine lukrative Woche für den Sportdirektor des FC St. Pauli gewesen. Zwei Tage nach der Vertrags­verlängerung von Torhüter Robin Himmelman­n konnte der Kiezclub einen weiteren Leistungsträger langfristig an den Verein binden. Der in der abgelaufenen Saison herausragende Innenverteidiger Lasse Sobiech unterschrieb ein Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2018. Der ursprüngliche Vertrag des 25-Jährigen wäre im kommenden Jahr ausgelaufen. „Lasse ist ein absoluter Führungsspieler, der auch gerade in schwierigen Situationen auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. Er ist einer der Topinnenverteidiger der Liga, und wir sind froh, dass wir Lasse von unserem Weg überzeugen konnten und er seine Karriere weiter bei uns plant“, sagte Meggle.

Sobiechs starke Leistungen hatten auch andere Clubs auf den Plan gerufen. Doch auf lange Pokerspiele und Marktwert austesten hatte der Verteidiger wenig Lust. Der ehemalige HSV-Profi macht keinen Hehl daraus, dass er sich bei St. Pauli wohlfühlt, wenngleich er immer betont, dass sein mittelfristiges Ziel die Bundesliga ist. Am liebsten mit seinem aktuellen Verein. „Ich habe mich ganz bewusst für den FC St. Pauli entschieden, weil ich großes Potenzial im Verein und in der Mannschaft sehe und weil ich noch viel mit Club und Mannschaft erreichen möchte“, sagte Sobiech.

Auch Trainer Ewald Lienen freut sich, dass er weiter auf seinen ver­längerten Arm auf dem Platz zurückgreifen kann. Seit der 62-Jährige bei St. Pauli ist, hat sich Sobiech sportlich noch einmal weiterentwickelt. Der ehemalige U-21-Nationalspieler hat sich aber vor allem in die Rolle des Führungsspielers hereingearbeitet. „Er zeigt mit seiner Mentalität und Leidenschaft, dass er Führungsspieler sein will. Aufgrund seiner Zweikampf- und Kopfballstärke sowie seiner Größe ist er defensiv wie offensiv unglaublich wertvoll für uns“, lobte Lienen.