Boxen

Klitschko verletzt – Kampf gegen Fury wird verlegt

Wladimir Klitschko (L) und Tyson Fury auf der Pressekonferenz

Wladimir Klitschko (L) und Tyson Fury auf der Pressekonferenz

Foto: Andy Rain / dpa

Manager Bernd Bönte erklärte, dass man in der kommenden Woche bekannt gebe, wann der Kampf nachgeholt werde.

Hamburg. Der WM-Kampf von Box-Weltmeister Wladimir Klitschko gegen seinen britischen Herausforderer Tyson Fury kann nicht am 24. Oktober in Düsseldorf stattfinden. Klitschko hat sich im Training einen Sehnenriss in der linken Wade zugezogen, berichtet "bild.de".

„Das tut mir natürlich wahnsinnig leid. Für meine Fans, aber auch für meinen Gegner Tyson Fury“, sagte der Mehrfach-Champion Klitschko. Manager Bernd Bönte erklärte, dass man in der kommenden Woche bekannt gebe, wann der Kampf nachgeholt werde. „Wir werden auf jeden Fall in Düsseldorf bleiben. Die bereits verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit“, so Bönte.

Klitschko, Champion der WBA, WBO und IBF im Schwergewicht, zog sich die Verletzung am Donnerstag in seinem Trainingscamp in Going/Österreich zu. Der Ukrainer begab sich im Anschluss sofort bei Ex-Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in Behandlung. „Er ist der beste Mann für solche Behandlungen“, so Bönte.

Klitschko galt für den WM-Kampf als Favorit. Der Ukrainer ist seit elf Jahren ungeschlagen und hat von seinen 67 Profi-Kämpfen 64 gewonnen. Fury ist in 24 Fights noch unbesiegt.

Am Tag vor der Verletzung hatten beide Fighter in London eine denkwürdige Pressekonferenz gegeben. Fury war in einem Batman-Kostüm erschienen und rang vor den Augen von Klitschko in einer Schauspieler-Einlage eine als „Joker“ verkleidete Person nieder.

Im Anschluss attackierte der 2,06 m große Brite den Weltmeister mit scharfen Worten. „Willkommen in meiner Stadt. Es ist meine persönliche Mission, das Boxen von einer so langweiligen Person, wie du es bist, zu befreien“, wetterte Fury: „Wenn ich Dir zuhöre, schlafe ich ein. Du hast das Charisma einer Unterhose.“