2. Liga

Löwe lässt die Roten Teufel jubeln – Paderborn in der Krise

Chris Löwe verwandelte einen Foulelfmeter

Chris Löwe verwandelte einen Foulelfmeter

Foto: Uwe Anspach / dpa

Die Krise beim SC Paderborn verschärft sich: Auch beim 1. FC Kaiserslautern gab es für den Bundesliga-Absteiger nichts zu holen.

Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern hat Anschluss an die Aufstiegsränge gefunden und die Krise des Bundesliga-Absteigers SC Paderborn verschärft. Der FCK bezwang seine Gäste aus Ostwestfalen am vierten Spieltag der 2. Liga 1:0 (1:0), nur einen Punkt beträgt nun noch der Rückstand auf den Tabellendritten SC Freiburg.

Paderborn spielte zwar wesentlich stärker und kompakter als beim peinlichen 0:6 gegen den SV Sandhausen in der Vorwoche, brachte sich aber mit einer unnötigen Aktion um einen möglichen Punktgewinn. Moritz Stoppelkamp foulte den bereits abgedrängten Ruben Jenssen im Strafraum an der Torauslinie, Chris Löwe verwandelte den folgenden Elfmeter sicher zum Siegtor (15.). Der SCP ist Tabellen-15.

Dass die FCK-Fans unruhig wurden und pfiffen, stieß Löwe sauer auf. "Ich weiß nicht, was die Fans teilweise wollen. Ich fühle mich ungerecht behandelt. Sollen wir lieber gut spielen, aber nur unentschieden?", sagte der Kapitän.

Michael Heinloth war der einzige Spieler aus der Viererkette, der bei den Gästen nach der Sandhausen-Blamage wieder verteidigen durfte - und auch er wurde nach 35 Minuten angeschlagen ausgewechselt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Nick Proschwitz bereits den Pfosten des FCK-Tores getroffen (10.), kurz darauf folgte Stoppelkamps Aussetzer.

Trotz der Lauterer Führung pfiffen viele der 27.803 Zuschauer zur Pause - ein Lob für den SCP, der überlegen war, aber auch in der zweiten Halbzeit ideenlos. Ein Freistoß des Rostocker Neuzugangs Christian Bickel (75.) war noch die beste Chance auf den Ausgleich. Kaiserslautern blieb schwach und tat fast nichts, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Kacper Przybylko vergab noch zwei gute Konterchancen (84./90.+2).

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer eine Partie ohne große Höhepunkte. FCK-Coach Kosta Runjaic brachte in Antonio Colak zwar einen zweiten Angreifer, zwingende Chancen erspielten sich die Gastgeber aber erst kurz vor Schluss. Kacper Przybylko vergab das 2:0 (85.). Der SC Paderborn wurde dagegen nicht mehr richtig gefährlich. (sid)