Erste Bundesliga

Schalke siegt bei Di-Santo-Rückkehr – Bayer dreht Partie

Zwölf Tore am Sonnabend: Die Bundesliga hat wieder begonnen. Schalke siegt in Bremen, Bayer gegen Hoffenheim. Aufsteiger überraschen.

Gelungenes Bundesliga-Debüt von Andre Breitenreiter als Trainer bei Schalke 04: Die Königsblauen setzten sich bei Werder Bremen verdient mit 3:0 (1:0) durch und feierten ihren ersten Auswärtssieg in diesem Kalenderjahr. Die Gastgeber warten jetzt schon seit elf Spielen auf einen Dreier gegen Schalke.

Allerdings erzielte nicht der von den Hanseaten zu den Schalkern gewechselte Franco di Santo, sondern sein Bremer Ex-Teamkollege Theodor Gebre Selassie den Führungstreffer. Der tschechische Nationalspieler fälschte in der 34. Minute eine Hereingabe unhaltbar für seinen Torhüter Felix Wiedwald ins eigene Tor ab. In der 68. Minute nutzte Eric-Maxim Choupo-Moting einen Stellungsfehler der grün-weißen Deckung, ehe Klaas-Jan Huntelaar (85.) zum Endstand traf.

Werder-Trainer Viktor Skripnik hakte die Partie schnell ab: "In der Bundesliga werden eben alle Fehler sofort bestraft. Wir werden aber von unserem Weg, mit jungen Spielern zu arbeiten, nicht abgehen. In der nächsten Woche wollen wir es nun ein Stückchen besser machen." Schalke Trainer André Breitenreiter sieht den Sieg als verdient an, aber etwas zu hoch: "Ein 3:0 Sieg in Bremen ist nicht selbstverständlich. Der Sieg war verdient, weil wir immer gefährlich nach vorne waren und unsere Chancen gnadenlos genutzt haben. Das 3:0 täuscht allerdings ein bisschen, ganz so klar war der Spielverlauf nicht."

Di Santo, wegen seines kurzfristigen Transfers von den 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, fand überhaupt keine Bindung zum Spiel, nach 62 Minuten nahm ihn Breitenreiter folgerichtig vorzeitig vom Feld.

Ungeachtet der schwachen Tagesform des Argentiniers waren die Gäste insbesondere in der ersten Halbzeit das deutlich bessere Team. Unglücksrabe Gebre Selassie, aber auch Innenverteidiger Assani Lukimya mussten mehrmals in letzter Sekunde klären, um einen früheren Rückstand der Norddeutschen zu verhindern.

Die Platzherren hingegen agierten in der Offensive zu unpräzise und suchten ihr Heil zumeist nur in Fernschüssen. Ein solcher Distanzschuss von Werder-Kapitän Clemens Fritz in der 43. Minute war die einzige klare Einschussmöglichkeit der Platzherren in den ersten 45 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel hielt die Überlegenheit der Gelsenkirchener an. Der bis dahin eher unauffällige Klaas-Jan Huntelaar scheiterte aus kurzer Distanz an Wiedwald (52.).

Fünf Minuten später reagierte Viktor Skripnik und wechselte den als Di-Santo-Nachfolger verpflichteten US-Nationalspieler Aron Johannsson ein. Prompt war der Angreifer 60 Sekunden später an einer guten Bremer Szene beteiligt (58.), doch Fin Bartels verzog knapp.

Neben Fritz verdiente sich in der Mannschaft von Coach Viktor Skripnik Zlatko Junuzovic eine gute Note. Stärkster Schalker war Torschütze Choupu-Moting, gefallen konnte auch Leon Goretzka.

Bayer-Generalprobe für Lazio geglückt

Bayer Leverkusen hat die Generalprobe für das Kräftemessen mit Lazio Rom erfolgreich gemeistert. Die Werkself setzte sich im ersten Saisonspiel am Ende verdient 2:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim durch und tankte dabei zusätzliches Selbstvertrauen für das Play-off-Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation bei Weltmeister Miroslav Klose und Co. am kommenden Dienstag.

Vom gewonnenen Selbstvertrauen sprach auch Bayer-Trainer Roger Schmidt: "Das war sicherlich nicht einfach für uns, nachdem wir früh in Rückstand geraten sind. Nach dem Gegentor waren wir ein bisschen verunsichert. Kurz vor der Pause haben wir aber verdient den Ausgleich erzielt. Nach der Pause haben wir voll auf Sieg gespielt und viele Torchancen herausgespielt. Wir gehen nun mit viel Zuversicht in das Play-off-Spiel gegen Rom."

Für Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol war es eine Partie auf hohem Niveau: "In erster Linie ist verwunderlich, dass wir am ersten Spieltag schon so ein Spiel sehen konnten. Das war schon ein hohes Niveau. Für uns ist es schade, dass wir nichts mitnehmen konnten. Unsere Leistung war aber richtig gut, vor allem in der ersten Halbzeit. Man kann aber nicht verhindern, dass Bayer mit der brillanten Offensive zu Chancen kommt."

Torjäger Stefan Kießling (45.) und der in der 64. Minute eingewechselte Julian Brandt (71.) trafen für die Leverkusener, die im Gegensatz zu Hoffenheim eine Woche zuvor die erste Pokalrunde schadlos überstanden hatte. Für die Kraichgauer, die in der 5. Minute durch Steven Zuber in Führung gegangen waren, war es nach dem Pokal-K.o. bei 1860 München bereits die zweite Enttäuschung binnen weniger Tage.

Während bei Bayer die prominenten Neuzugänge Charles Aránguiz, André Ramalho und Admir Mehmedi zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten, stand Bundesliga-Rückkehrer Kevin Kuranyi bei den Gästen von Beginn an auf dem Platz. Der 33 Jahre alte Ex-Nationalspieler, der zuvor letztmals am 8. Mai 2010 beim 0:0 zwischen dem FSV Mainz für seinen damaligen Verein Schalke 04 in der Bundesliga auf dem Platz gestanden hatte, war aber bis zu seiner Auswechslung in der 58. Minute kaum zu sehen. Besser machte es Rückkehrer Christoph Kramer auf der anderen Seite. Der Weltmeister zeigte vor allem nach der Pause im defensiven Mittelfeld eine ordentliche Leistung.

Gemeinsam mit dem neuen Bayer-Kapitän Lars Bender störte er weitestgehend die Offensivbemühungen der Gäste, die allerdings vor 27.125 Zuschauern einen optimalen Start erwischt hatten. Nach einem schönen Zuspiel von Eugen Polanski ließ der Schweizer Zuber Bayer-Torwart Bernd Leno keine Chance. Nach einer Viertelstunde übernahm aber Bayer das Kommando und kam durch Kießling, Kyriakos Papadopoulos und Hakan Calhanoglu zu guten Möglichkeiten. Aber erst kurz vor dem Pausenpfiff glückte Kießling der verdiente Ausgleich für die Hausherren, die ohne ihren verletzten Abwehrchef Ömer Toprak auskommen mussten.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Kevin Volland die erneute Gäste-Führung auf dem Fuß, ehe im Gegenzug Kießling eine gute Gelegenheit für Bayer verpasste. In der Folge ließ Leverkusen Hoffenheim kaum noch zur Entfaltung kommen, war aber selbst in der Offensive zunächst zu ineffektiv. Calhanoglu, Papadopoulos und vor allem Kießling nach einer guten Stunde verpassten die überfällige Führung, die dann Brandt nach guter Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Mehmedi besorgte.

Beste Leverkusener waren der unermüdlich kämpfende Kießling und Karim Bellarabi, der vor allem im zweiten Abschnitt aufdrehte. Bei Hoffenheim gefielen vor allem Zuber und Torwart Oliver Baumann.

Ingolstadt überrascht Liga und Mainz

Paukenschlag des Neulings: Der FC Ingolstadt hat bei seinem Debüt in der Fußball-Bundesliga den ersten Sieg gelandet. Der Aufsteiger setzte sich zum Saisonauftakt mit 1:0 (0:0) beim FSV Mainz 05 durch. Die Mainzer kassierten dagegen erstmals eine Heimspiel-Niederlage am ersten Spieltag.

Lukas Hinterseer (66.) erzielte den Premierentreffer für den 54. Bundesligisten, der in der ersten Runde des DFB-Pokals noch eine peinliche Niederlage (1:2) beim Viertligisten SpVgg Unterhaching erlitten hatte. Der FSV, im Pokal beim Drittligisten Energie Cottbus ohne Probleme (3:0), enttäuschte auf der ganzen Linie.

Mainz-Trainer Martin Schmidthaderte mit dem Mut seiner Spieler: "Wir hatten am Anfang Mühe mit dem Aufbauspiel. Und wir waren nicht so mutig wie normal. Nach der Pause hatten wir zwei, drei gute Chancen. Dann kriegen wir das Tor und laufen hinterher. Am Ende hat es nicht gereicht."

Ingolstadt-Trainer Ralph Hasenhüttl zeigte sich zufrieden: "Wir haben alles, was wir uns vorgenommen haben, perfekt umgesetzt. Die Mannschaft hat die Automatismen verinnerlicht. Das freut mich riesig für die Truppe. Wir haben Geschichte geschrieben."

Die 27.152 Zuschauer in der Mainzer Arena sahen in der ersten Viertelstunde eine mäßige Partie. Weder die Ingolstädter noch die Mainzer konnten sich eine Torchance erarbeiten. Kampf war auf beiden Seiten Trumpf.

Die Gäste, bei denen der bisherige Stammtorhüter Ramazan Özcan den Vorzug vor dem norwegischen Neuzugang Örjan Nyland erhalten hatte, konnten mit ihrem Auftritt in der Anfangsphase aber sicher eher zufrieden sein als die Mainzer. Die Mannschaft des österreichischen Trainers Ralph Hasenhüttl hielt in allen Belangen mit den Gastgebern mit.

Bei den Mainzern, die kurz vor der Partie die Verpflichtung des künftigen Ersatztorhüters Gianluca Curci vom AS Rom bekannt gaben, lief nicht viel zusammen. Das Team von Trainer Martin Schmidt, der Julian Baumgartlinger zum neuen Kapitän gemacht hat, enttäuschte vor allem in der Offensive. Nur der Spanier Jairo Samperio hatte in der 27. Minute so etwas wie eine Chance.

Die Abgänge der Leistungsträger Johannes Geis und Shinji Okazaki waren den Mainzern deutlich anzumerken. Ingolstadt war in der ersten Hälfte das bessere Team, eine Führung wäre verdient gewesen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts: Ingolstadt hatte gegen schwache Mainzer alles im Griff. Erst in der 58. Minute verbuchte Neuzugang Florian Niederlechner die erste echte Möglichkeit für den FSV, Özcan war aber zur Stelle. Kurz darauf traf Hinterseer und bestrafte damit den schwachen Auftritt der Rheinhessen. Auch nach dem Rückstand fiel den Mainzern nicht viel ein.

Beste Spieler aufseiten der Mainzer waren Baumgartlinger und Stefan Bell. Bei den Ingolstädtern, die im ersten Heimspiel am kommenden Wochenende auf Borussia Dortmund treffen, konnten Kapitän Marvin Matip und Pascal Groß überzeugen.

Darmstadt überrascht Hannover

Sensationsaufsteiger Darmstadt 98 hat nach 33 Jahren Bundesliga-Abstinenz dank Doppeltorschütze Marcel Heller ein gelungenes Comeback gefeiert. Die Lilien, denen der direkte Durchmarsch von der dritten in die erste Liga geglückt war, erkämpften sich zum Auftakt der neuen Spielzeit gegen Hannover 96 ein 2:2 (1:0). Sie blieben damit im 13. Pflichtspiel nacheinander unbesiegt.

Darmstadt-Coach Dirk Schuster mit wichtigen Erkenntnissen: "Ich denke, dass man gesehen hat, dass beide Teams bis zum Schluss gewinnen wollten. Das Spiel war sehr intensiv. Wichtigste Erkenntnis neben der Tatsache, dass in der Bundesliga kleine Fehler bestraft werden, war für mich, dass wir ein Spiel auf Augenhöhe abliefern können." Hannover-Trainer Michael Frontzeck froh über die Reaktion seines Teams: "Das war ein tolles Spiel für den ersten Spieltag. Leider haben wir zwei individuelle Fehler gemacht, die Marcel Heller sensationell ausnutzt. Es hat mir aber sehr gut gefallen, wie mein Team reagiert und zweimal den Ausgleich gemacht hat."

Der laufstarke und nimmermüde Heller (31.) traf mit einem Traumtor in den Winkel und nach einem Solo (54.) jeweils zur Führung. Für Hannover glichen der eingewechselte Charlison Benschop (48.) unmittelbar nach Wiederanpfiff und Darmstadts Kapitän Aytac Sulu (62.) mit einem Eigentor aus. Zudem hatte der Hannoveraner Marcelo (28.) per Kopf nur die Latte getroffen, Mevlüt Erdinc (59.) vergab einen Foulelfmeter.

Kampf, Leidenschaft, Emotionen - mit den bekannten Tugenden wollten die Lilien zu Beginn der neuen Spielzeit ein Ausrufezeichen setzen. Aus diesem Grund bot 98-Trainer Dirk Schuster von den acht Neuzugängen im Kader nur vier von Beginn an auf, die Defensivakteure Luca Caldirola, Fabian Holland und Peter Niemeyer sowie in der Offensive Konstantin Rausch gesellten sich zu bewährten Aufstiegshelden wie Dominik Stroh-Engel oder Sulu.

Vor 17.000 Zuschauern im seit Wochen ausverkauften Stadion am Böllenfalltor prägten zahlreiche Fouls die Anfangsminuten, Spielfluss konnte hierdurch bei keinem Team aufkommen. Die erste und für lange Zeit gefährlichste Strafraumszene im ersten Durchgang resultierte aus einem Freistoß: Marcelo zwang 98-Schlussmann Christian Mathenia zu einer Glanzparade (2.).

Eine halbe Stunde lang plätscherte das Spiel danach mehr oder weniger vor sich hin, ehe sich Heller ein Herz fasste und zur Führung stürmte. Wie entfesselt raste der 29-Jährige auf der Außenbahn los, ließ erst Hannovers Miiko Albornoz aussteigen und dann Keeper Ron-Robert Zieler keine Chance - im Stadion brachen alle Dämme.

Gewackelt dürften die Wände der Katakomben bei der lautstarken Halbzeit-Ansprache von Hannovers Coach Michael Frontzeck gewackelt haben. Benschop jedenfalls veredelte den ersten guten Angriff der Gäste mit dem Ausgleich, der wegen Heller aber nur kurz Bestand hatte.

Auf der anderen Seite stand dann Sulu, wichtige Stütze im Lilien-Spiel, im Mittelpunkt. Erst verschuldete der Abwehrspieler den Strafstoß der Gäste, danach unterlief ihm das Missgeschick zum Ausgleich. Pech hatte Darmstadt zudem, als Marco Sailer (69.) nur den Pfosten traf. Stroh-Engel köpfte zudem an die Querlatte (81.).

Heller und Sailer ragten im Team des Gastgebers heraus. Aufseiten der Gäste aus Niedersachsen hinterließen Salif Sané und Benschop den besten Eindruck.

Augsburg mit Pech gegen Hertha

Europa-League-Teilnehmer FC Augsburg ist mit einer bitteren Enttäuschung in seine erste Saison im internationalen Geschäft gestartet. Die Schwaben unterlagen Hertha BSC in einer hart umkämpften Begegnung mit zwei Platzverweisen 0:1 (0:0) und verpassten den erhofften Auftaktsieg auch in ihrer fünften Bundesliga-Spielzeit. Berlin, für das Salomon Kalou (48., Foulelfmeter) traf, feierte im vierten Anlauf den ersten Erfolg beim FCA und den ersten Dreier im Oberhaus nach sieben Spielen.

Augsburgs-Trainer Markus Weinzierl haderte mit dem Schiedsrichter: "Das war eine völlig unnötige Niederlage. Wir haben das Spiel rund um die Halbzeit verloren. Die Gelb-Rote Karte gegen Raul Bobadilla sehe ich sehr kritisch, das war eine sehr schlechte Spielleitung vom Schiedsrichter. Nach dem Rückstand haben wir alles gegeben und hatten einfach Pech. Wir stehen völlig unverdient mit null Punkten da."

Hertha-Coach Pal Dardai dagegen sprach von einem "Männersieg": "Das war ein Männersieg, den haben wir uns erschwitzt. Meine Mannschaft hat heute sehr gut gearbeitet, das macht mich stolz. Das ist ein großer Sieg gegen sehr, sehr gute Augsburger. Aber das 1:0 hat uns blockiert, danach war die Mannschaft unsicher. Diese psychologische Belastung haben wir von der letzten Saison mitgenommen. Am Ende hat uns Thomas Kraft gerettet."

28.130 Zuschauer in der WWK-Arena erlebten kurz vor der Pause einen ersten, unrühmlichen Höhepunkt, als Augsburgs Stürmer Raul Bobadilla für sein zweites ungestümes Einsteigen gegen Hertha-Kapitän Fabian Lustenberger die Gelb-Rote Karte sah (45.+2). Vor dem Spiel war er noch umjubelt worden, als Augsburg seine Vertragsverlängerung bis 2018 bekannt gab. Nach Gelb-Rot gegen Roy Beerens (66.) beendete aber auch die „alte Dame“ aus Berlin das Spiel zu Zehnt.

Unter dem Einsatz beider Mannschaften mit vielen kleinen Fouls litt der Spielfluss. Sowohl der FCA als auch die Hertha standen defensiv gut und ließen wenig zu; die Spielmacher Daniel Baier und Vladimir Darida konnten dem Spiel ihrer Teams kaum Struktur verleihen. So blieben Chancen sehr selten. Kalou hatte Pech, als FCA-Kapitän Paul Verhaegh seinen Schuss an den Außenpfosten lenkte (15.). Auf der Gegenseite traf Jeong-Ho Hong die Latte (41.).

Darida war bei den Berlinern der einzige Neuzugang in der Startelf, Augsburg kam zunächst ganz ohne Neue aus - der für Abdul Rahman Baba (FC Chelsea) geholte Philipp Max wurde erst in der 71. Minute eingewechselt. Gar nicht dabei war Angreifer Tim Matavz, der kurzfristig wegen einer Zerrung ausfiel.

So musste Bobadilla vorne ran, wo er immer wieder seinen bulligen Körper einsetzte; mitunter jenseits der Grenze des Erlaubten. Obwohl der dritte Platzverweis gegen ihn in der Bundesliga (zwei Mal Rot) unstrittig war, folgte diesem ein heftiges Wortgefecht zwischen FCA-Manager Stefan Reuter und Herthas Coach Pal Dardai. Auch den Elfmeterpfiff vor dem 0:1 wollten die Gastgeber zunächst nicht wahr haben. Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) ahndete Ragnar Klavans Foul an Kalou aber korrekt.

Nach dem Rückstand intensivierte Augsburg trotz Unterzahl seine Bemühungen in immer hitzigerer Atmosphäre. Alexander Esswein scheiterte per Freistoß am Pfosten (75.).