Champions League

Tausende Fans aus Spanien und Italien in Berlin

Fans des FC Barcelona vor dem Finale in Berlin

Fans des FC Barcelona vor dem Finale in Berlin

Foto: Lukas Schulze / dpa

Die Finalparty ist schon im vollen Gang. Die Fan- und Werbemeile am Brandenburger Tor ist schon kurz nach der Öffnung voll.

Berlin. Tausende Fußballfans aus Spanien und Italien haben vor dem Champions-League-Finale am Sonnabend das Bild in weiten Teilen der Berliner Innenstadt beherrscht. An der Gedächtniskirche feierten die Barcelona-Fans friedlich in blau-rot gestreiften Trikots und ausgestattet mit Fahnen, Tröten Trommeln. Einige tausend stimmten über Stunden Fangesänge an und jubelten „Barca! Barca!“. Am Alexanderplatz hatten sich ein paar hundert Turin-Anhänger versammelt. Rund um einen Fan-Lastwagen mit einer Tribüne auf dem Dach war alles in schwarz-weiß getaucht. Auch hier ertönten Gesänge und „Juve“-Rufe.

Auch an anderen Stellen der Hauptstadt waren die Fans unterwegs, zum Teil auf Besichtigungstour oder auch nur beim entspannten Kaffee- oder Biertrinken in der Sonne. Die Uefa-Werbemeile am Brandenburger Tor war den ganzen Tag gut gefüllt.

Ein „Mini-Messi“ da, ein Neymar-Trikotträger dort und wieder ein Messi - da blieben die schwarz-weiß gestreiften Leibchen von Juve-Star Andrea Pirlo deutlich in der Unterzahl. „Es wird knapp“, prophezeite Bundestrainer Joachim Löw am Sonnabend ein spannendes Finale (20.45 Uhr) mit dem besseren Ende für die Katalanen.

„Ich hoffe, es wird ein spannendes Spiel, leider ohne bayerische Beteiligung. Es sind zwei absolute Traditionsmannschaften“, erklärte der deutsche Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer am Sonnabend bei einem Sponsoren-Termin in einem Hotel auf dem Pariser Platz, während vor der Fünf-Sterne-Herberge von den Fans in entspannter Atmosphäre die ersten Biere und Caipirinhas genossen wurden.

Je 20.000 der insgesamt 70.500 Tickets für die Königsklassen-Show im Olympiastadion waren an die beteiligten Clubs gegangen. Allein 25.000 Fans sind mit Sonderflügen in die deutsche Hauptstadt angereist - viele zog es schon früh Richtung Stadion.

Die Fans in der Stadt fanden reichlich Unterhaltung. Auf einem von der Europäischen Fußball-Union Uefa errichteten Kleinfeld-Stadion hinter dem Brandenburger Tor kickten bei hochsommerlichen Temperaturen internationale Jugendteams. In Fußball-Käfigen konnten die Fußball-Verrückten Elfmeter gegen automatische Torhüter schießen. Die Sicherheitskräfte - insgesamt sind rund um das Endspiel etwa 1000 Polizisten im Einsatz - blieben beim Sangeswettstreit verschiedener Fangruppen auf der Straße des 17. Juni im Hintergrund.

Die Favoritenrolle liegt bei den Spaniern, die mit ihrem Traumsturm Messi, Luis Suárez und Neymar auflaufen. In den Stunden vor dem Anpfiff vertrieben sich die Barca-Stars im „Hyatt“ mit Tischkickern und Tischtennis die Zeit. Vor dem Mannschaftshotel hofften wie vor der Juventus-Herberge Regent in der Französischen Straße Autogrammjäger auf ihre Chance.

Die Italiener erinnerten an 2006, den WM-Triumph von Berlin. Schon damals waren die Juve-Stars Gianluigi Buffon, Andrea Pirlo und Andrea Barzagli im Olympiastadion beim Endspielsieg über Frankreich dabei. Das Champions-League-Finale, in dem der Sieger 10,5 Millionen Euro einsacken darf, wird in 200 Länder übertragen und kann weltweit von etwa 400 Millionen Menschen gesehen werden.