Olympia-Bewerbung

Boston setzt doch auf Nutzung von Steuergeldern

Die Bostoner Olympia-Bewerbung steht erneut in der Kritik

Die Bostoner Olympia-Bewerbung steht erneut in der Kritik

Foto: Matt Campbell / dpa

Die Öffentlichkeit soll demnach unter anderem für den Bau des Olympiastadions aufkommen. Kritik von Bostons Bürgermeister Marty Walsh.

Boston. Die Bostoner Bewerbung um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 ist erneut in die Kritik geraten. Entgegen bisheriger Versprechen sind doch Steuergelder für die Finanzierung des Großereignisses notwendig. Dies berichtete das „Boston Magazine“ nach Einsicht in die dem Nationalen Olympischen Komitee (USOC) von „Boston 2024“ vorgelegten offiziellen Bewerbungsunterlagen.

Demnach soll die Öffentlichkeit in Teilen für „die Infrastruktur und den Erwerb von Bauland“ aufkommen. Gemeint ist unter anderem der Bau des Olympiastadions. Hier sollen 345 Millionen Dollar (67 Prozent) der benötigten Summe mit Steuergeldern bezahlt werden.

Die private Initiative „Boston 2024“ hatte betont, dass die Öffentlichkeit lediglich die Kosten für die Sicherheit in einer Höhe von erwarteten einer Milliarde Dollar zu tragen habe. Bürgermeister Marty Walsh sprach sich stets gegen eine Finanzierung von Wettkampfstätten durch Steuergelder aus; dies bekräftigte er am Donnerstag gegenüber dem lokalen Bostoner Radiosender „WEEI“: „Ich habe null Toleranz dafür, dass Steuergelder für den Bau des Olympiastadions oder olympischer Sportstätten genutzt werden.“