Mainz

Brisantes Urteil über befristete Verträge im Profifußball

Mainz. Der ehemalige Bundesliga-Torwart Heinz Müller hat vor dem Arbeitsgericht einen Prozess gegen seinen Ex-Club FSV Mainz 05 gewonnen, dessen Urteil weitreichende Folgen für Vereine und Verbände haben könnte. Müller hatte gegen die Befristung seines Vertrags in Mainz geklagt und recht erhalten. Folglich besteht der Kontrakt des Keepers weiter. FSV-Präsident Harald Strutz kündigte jedoch an, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen.

Müller hatte seinen Vertrag mit dem Bundesligisten im Sommer 2012 um zwei Jahre verlängert. Nach seiner Degradierung in Mainz und dem Ablauf des Kontrakts klagte er auf „Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis“ und bekam jetzt in erster Instanz recht. Laut Johan Menke, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der Hamburger Kanzlei Heuking, wird dieses Urteil in weiteren Instanzen aber „mit Sicherheit nicht Bestand haben, da es diverse Befristungsgründe für Profifußballer gibt“.