Lüneburg mit Mut ins Pokalfinale

Volleyball-Bundesliga-Aufsteiger unterliegt VfB Friedrichshafen nach starkem Auftritt mit 1:3 Sätzen

Lüneburg. Die Gellersenhalle in Reppenstedt war mit 800 Zuschauern wie immer ausverkauft, die Tickets wurden im Internet an den Vortagen bis zum dreifachen Preis gehandelt, die Überraschung blieb am Ende jedoch aus. Bundesliga-Aufsteiger SVG Lüneburg unterlag im letzten Spiel der Hauptrunde dem deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen mit 1:3 (19:25, 25:19, 22:25, 20:25) Sätzen.

Gelegenheit zur Revanche gibt’s in den nächsten Wochen reichlich. Am kommenden Sonntagmittag (12.15 Uhr, NDR live) treffen beide Mannschaften im westfälischen Halle im deutschen Pokalfinale aufeinander und, läuft sportlich alles nach Plan, würden sich Lüneburg und Friedrichshafen auch Anfang April im Play-off-Halbfinale gegenüberstehen, falls die Lüneburger zuvor im Viertelfinale (14., 21., 25. März) den TV Bühl ausschalten sollten. In der Liga hatten die Hamburger Vorstädter zu Hause mit 2:3 Sätzen gegen Bühl verloren, das Rückspiel in Baden-Württemberg aber 3:1 gewonnen. Ein entscheidendes drittes Play-off-Spiel würde wieder in Reppenstedt angepfiffen.

Zwar gelten die Lüneburger auch im Pokalfinale als Außenseiter, dass sie aber nicht chancenlos im mit 10.500 Zuschauern ausverkauften Gerry-Weber-Stadion sind, bewies die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner in einer hochklassigen Begegnung. 14:8 führten sie im dritten Satz, „und wäre unseren Spielern nicht plötzlich bewusst geworden, was hier möglich ist, wäre vielleicht was möglich gewesen“, meinte Sportchef Bernd Schlesinger. Trainer Stefan Hübner sah jedoch keinen Grund zum Klagen: „Das war heute ein richtig gutes Spiel von uns, und jetzt haben wir eine Woche Zeit, uns weiter auf das Pokalendspiel vorzubereiten.“

Stark bei den Lüneburgern präsentierten sich Junioren-Nationalspieler Jannick Pörner, 20, und Nicolas Marks, 20, der erstmals in der Anfangsformation stand. Als wertvollster Spieler wurde Carlos Mora Sabaté ausgezeichnet.

Grund zur Freude bestand ohnehin, nachdem Hübner, 39, am Freitag seinen Vertrag in Lüneburg bis Mitte 2017 verlängert hatte und weil Schlesinger, 55, gleichzeitig bekannt gab, ihm auch künftig zur Seite zu stehen. „Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass unsere Entwicklung in den nächsten Jahren weitergeht“, meinte Geschäftsführer Andreas Bahlburg, 56, der dritte Mann des Erfolgstrios.