Unerwartetes Aus für den paralympischen Segelsport ab 2020

Hamburg. Segeln soll von 2020 an nicht mehr paralympische Sportart sein. Diese unerwartete Entscheidung hat das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Sonntag in Abu Dhabi getroffen. Dort wurden mit dem Einhand-Kielboot 2.4mR, der Skud und der Sonar alle drei Segel-Disziplinen aus dem Paralympics-Programm gestrichen. In offiziellen Erklärungen hieß es zunächst, der Segelsport würde einige grundsätzliche Kriterien für paralympische Sportarten nicht erfüllen.

Segeln war seit 2000 fester Bestandteil des paralympischen Programms. Bei der Premiere hatte Heiko Kröger aus Jersbek Gold im 2.4mR geholt, 2012 gewann er Silber. Im Dreimann-Kielboot Sonar hatten Jens Kroker, Siegfried Mainka und Robert Prem 2008 Gold und 2012 Silber gewonnen.

„Das ist ein schwerer Rückschlag für den Inklusionsgedanken“, sagte Kröger. „Da hat das IPC mit dem Hintern umgestoßen, was wir mit den Händen errichtet haben.“ Das IPC bestätigte für die Paralympics 2020 nur 22 Sportdisziplinen. Da es aber maximal 23 Disziplinen sein dürften, prüfen nun die internationalen Segel-Verbände die Chancen für ein Comeback.