Tennis-Ass Petkovic hat gesundheitliche und private Probleme

Luxemburg/Darmstadt. Die sonst so fröhliche Andrea Petkovic gab ein Bild des Jammers ab: Blass, mit tiefen Augenringen und völlig verheult saß die topgesetzte Darmstädterin nach ihrem Erstrundenaus in Luxemburg im Presseraum. Antworten gab Petkovic mit tränenerstickter Stimme – aber die Erklärungsversuche warfen nur noch mehr Fragen auf. „Mir geht’s momentan nicht so gut, gesundheitlich und privat“, sagte die French-Open-Halbfinalistin und gestand: „Ich bin momentan nicht in irgendeiner Verfassung, Tennis zu spielen.“ Danach verließ sie das Podium mit gesenktem Kopf.

Die physische und mentale Krise der eigentlichen Stimmungskanone Petkovic kommt zur Unzeit. In dreieinhalb Wochen steht das Fedcup-Finale gegen Gastgeber Tschechien in Prag an. Die Weltranglisten-16. war neben der deutschen Nummer eins Angelique Kerber (Kiel) eigentlich fest für die Einzel in Prag eingeplant. Doch schon eine Woche zuvor war Petkovic in Linz überraschend in der Auftaktrunde gescheitert. Dass sie danach selbst für ihren Trainer Eric van Harpen unauffindbar war und entgegen ihrer Gewohnheit nicht zur Pressekonferenz kam, erscheint im Rückblick in einem ganz neuen Licht.