Pferdesport

Deutschlands beste Amateurin war endlich auch in Horn erfolgreich

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Erfolg ist die junge Reiterin in diesem Jahr gewohnt. Mit 29 Siegen ist Mattes die mit Abstand erfolgreichste Amateurreiterin Deutschlands.

Hamburg. Bislang war Hamburg für Lena Maria Mattes keine Reise wert. In den vergangenen drei Jahren startete die gebürtige Ulmerin in Horn – mit überschaubarem Erfolg. „Einmal war ich Nichtstarterin, bin quasi umsonst angereist, 2012 bin ich gestürzt und im vergangenen Jahr im hinteren Feld ins Ziel gekommen. Jetzt möchte ich meinen Fluch in Horn brechen. Man muss ja optimistisch bleiben“, sagte die 19-Jährige, die sich trotz der eher unglücklichen Auftritte in der Vergangenheit als Hamburg-Fan outete. „Hier dreht sich eine Woche alles um das Pferd. Das ist eine besondere Atmosphäre“, sagte Mattes, die ihre persönliche Bilanz aufbessern konnte. Auf Sambuco erreichte sie am Sonntagnachmittag beim „Kurt-Freydag-Gedächtnisrennen“ einen respektablen vierten Platz. „Ich bin zufrieden. Jetzt mag ich Hamburg noch ein wenig lieber“, strahlte sie.

Erfolg ist die junge Reiterin in diesem Jahr gewohnt. Mit 29 Siegen ist Mattes die mit Abstand erfolgreichste Amateurreiterin Deutschlands. „Wenn ich etwas mache, dann mit 150 Prozent Einsatz“, sagte Mattes, die dem Pferdesport alles unterordnet. In diesem Sommer machte sie ihr Fachabitur, versuchte Schule und Hobby unter einen Hut zu bekommen. „Das war gerade rund um die Prüfungen nicht einfach, aber ich bin froh, dass es irgendwie geklappt hat“, sagte Mattes, die nun von Saarbücken nach Baden zieht, um dort eine Ausbildung zur Physiotherapeutin zu beginnen.

Ob sie dann weiter ihr zeitaufwändiges Hobby – Mattes absolvierte 118 Rennen im Vorjahr – ausüben kann, ist unklar. Profiambitionen, sagte die Amateurreiterin, hegte sie zuletzt als 14-Jährige. Momentan verdient sie mit dem Galoppsport keinen Cent, teilt sich die Reisekosten zumeist mit ihrem Lebensgefährten Maxim Pecheur, der ebenfalls Jockey ist. „Als Frau hat man es im Galoppsport ohnehin schwer. Das ist eine reine Männerdomäne. Die meisten Besitzer wollen einfach keine weiblichen Jockeys“, sagte Mattes, die sich davon aber nicht beirren lässt und weiter ihrer großen Leidenschaft nachgehen möchte.

( (ber) )

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