Bewährungsprobe für die drei starken deutschen Tennisfrauen

London. Am diesem Sonnabend glänzen, dann den traditionell spielfreien Sonntag genießen und von Montag an im Achtelfinale sportlich für Furore sorgen – der Plan der drei starken deutschen Tennisfrauen Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Angelique Kerber bei den All England Championships in Wimbledon ist deckungsgleich.

Alle drei stehen jetzt vor ihren ersten richtigen Prüfsteinen, falls der erwartete Regen es zulässt. Vorjahresfinalistin Lisicki bekommt es mit der ehemaligen Nummer eins Ana Ivanovic (Serbien) zu tun, Petkovic trifft auf die kanadische Aufsteigerin Eugenie Bouchard, die in Paris wie sie in der Vorschlussrunde stand, und die Weltranglistenneunte Kerber spielt gegen Kirsten Flipkens aus Belgien.

„Ich habe sehr viel Respekt vor ihr. Ich muss mein bestes Tennis spielen. Das zu wissen holt vielleicht mein bestes Tennis aus mir heraus“, meinte die 26 Jahre alte Petkovic: „Es wird ein sehr enges Match.“ Die an neun gesetzte Kerber bekommt es mit einer Spielerin zu tun, die 2013 überraschend bis in die Wimbledon-Vorschlussrunde vorstieß. Ihr ist vor Flipkens aber nicht bang: „Ich habe gute Spiele gespielt in den letzten Wochen“, sagt die Kielerin, die mit der Empfehlung einer Finalteilnahme in Eastbourne nach London kam.

Lisicki lebt bei ihrem Lieblingsturnier sportlich wieder auf und will dort das Gefühl von drei Siegen nacheinander erleben. Das gelang der Berlinerin seit ihrem sensationellen Finaleinzug an der Church Road vor einem Jahr nur einmal. Doch vor dem Duell mit Lisicki scheint Ivanovic in Form. In Birmingham auf Rasen gewann sie zuletzt das Turnier, im April schlug sie die Deutsche in Stuttgart. „Jetzt will ich definitiv Revanche“, kündigte Wimbledon-Liebhaberin Lisicki an: „Ich muss mich aber steigern.“