Olympische Sommerspiele

DOSB-Präsident: Strategischer Vorteil für Olympia in Hamburg

Anfang Mai würde ein erster Gedankenaustausch mit Politikern aus Hamburg und Berlin geführt, um die unterschiedlichen Sichtweisen und Erwartungen der Großstädte abzugleichen

Hamburg. In der Diskussion um eine mögliche Olympia-Bewerbung mit Hamburg oder Berlin hat DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Nähe zum Wasser als positiven Faktor für die Nordmetropole hervorgehoben. „Aus sportstrategischer Sicht und Sicht eines Olympia-Konzeptes hätte Hamburg hier einen Vorteil gegenüber anderen Orten. Das kann sicher niemand wegdiskutieren“, sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am Rande von Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Deutschen Kanu-Verbands am Freitag in Hamburg. „Ich sehe Hamburg als eine der mit Abstand attraktivsten Städte deutschland- oder europaweit“, sagte Hörmann.

Anfang Mai würde ein erster Gedankenaustausch mit Politikern aus Hamburg und Berlin geführt, um die unterschiedlichen Sichtweisen und Erwartungen der Großstädte abzugleichen, sagte Hörmann. Aus der gescheiterten Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 in München habe der DOSB gelernt, die „Dinge nicht zu sehr vorzugeben“. Jetzt seien die beiden Städte gefragt, ihre Überlegungen und Konzepte schlüssig zu präsentieren. „Da sieht man dann auch schon, wer mit welcher Klarheit, Stringenz und Professionalität herangeht“, sagte Hörmann.

Generell sei es nötig, in intensiven Gesprächen so früh wie möglich auch mit den Bürgern über die Vor- und Nachteile einer Olympia-Austragung und die dafür nötigen Baumaßnahmen zu diskutieren. Hierzu müssten zudem Beteiligte aus der Wirtschaft, dem Naturschutz bis hin zu Menschenrechtsorganisationen einbezogen werden.

( (dpa) )