Klippers Damen und Alsters Herren stecken im Tabellenkeller

Hamburg. Einen guten Trainer zeichnet aus, dass er schon wenige Minuten nach Spielende zu analysieren in der Lage ist, welche Konsequenzen das Ergebnis für seine Mannschaft hat. Jens George, Cheftrainer der Bundesliga-Hockeydamen des Clubs an der Alster, bewies nach der 0:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Köln am Sonnabend, dass er diese Fähigkeit besitzt. „Wir haben jetzt dreimal gegen die Topteams der Liga gespielt und dreimal verloren. Also gehören wir derzeit nicht in die Tabellenspitze“, bilanzierte George, „dennoch müssen wir zusehen, dass wir jetzt keine weiteren Punkte mehr verschenken, damit wir die Top vier nicht aus den Augen verlieren.“

Seine Mannschaft, die gegen Köln im Spielaufbau zu viele Fehler gemacht hatte, hörte auf die Worte des Trainers, siegte am Sonntag 4:1 gegen Schwarz-Weiß Neuss und ist mit zwölf Punkten als Tabellenfünfter weiter in Schlagdistanz. Spitzenreiter bleibt der weiter unbesiegte Uhlenhorster HC, der in Rüsselsheim (2:1) und bei Eintracht Frankfurt (4:2) gewann. Dramatisch ist die Lage beim Klipper THC, der nach dem 1:2 gegen den direkten Konkurrenten Neuss am Sonntag 1:7 gegen Köln verlor und nun definitiv zu den Abstiegskandidaten gehört. Dagegen konnte der Harvestehuder THC beim 4:2 in Frankfurt den zweiten Saisonsieg verbuchen und das 0:3 am Sonntag in Rüsselsheim deshalb auch besser verkraften.

Noch entspannter ist die Lage bei den HTHC-Herren, die das Topspiel bei Verfolger Crefelder HTC mit 4:1 gewannen, am Sonntag beim 2:2 Tabellenschlusslicht Gladbacher HTC zwar immerhin den ersten Punkt schenkten, aber immerhin weiter unbesiegt von der Tabellenspitze grüßen. Durchwachsen war die Bilanz des Wochenendes dagegen beim UHC, der in Gladbach 8:1 siegte, aber in Krefeld 1:4 unterlag.

In Richtung Abstiegskampf muss sich der auf Rang neun abgerutschte Club an der Alster orientieren. Trainer Jo Mahn war nach dem 1:2 am Sonnabend gegen Titelverteidiger Rot-Weiß Köln derart bedient, dass er seinem Team die Fähigkeit absprach, „unter Druck richtige Entscheidungen treffen zu können“. Die 2:5-Schlappe gegen Vizemeister Uhlenhorst Mülheim am Sonntag tat dann ihr Übriges. „Wieder haben wir nach einer starken ersten Halbzeit den Faden komplett verloren“, klagte der konsternierte Mahn.