Portugiese Costa gewinnt in Gap, Klöden Fünfter

Froome vermeidet bei der Tour de France einen Sturz und behauptet das Gelbe Trikot

Gap. Andreas Klöden hat auf der 16. Etappe der 100. Tour de France einen weiteren deutschen Etappensieg nur knapp verpasst. Der Radprofi aus Mittweida kam zwar in einer fünfköpfigen Spitzengruppe ins Ziel, musste aber kurz vor der Ankunft nach 168 Kilometern in Gap den Portugiesen Rui Alberto Costa ziehen lassen. Die letzten Meter legte der erste portugiesische Tagessieger der Jubiläums-Tour jubelnd als Solist zurück. Costa hatte am letzten Anstieg auf den Col de Manse attackiert.

Die Spitzenfahrer um den Briten Christopher Froome ließen die Ausreißer gewähren und hatten im Ziel mehr als elf Minuten Rückstand. Dabei begünstigte eine geschlossene Eisenbahnschranke die Fluchtgruppe. Froome verteidigte sein Gelbes Trikot und konterte mehrere Attacken seines spanischen Herausforderers Alberto Contador, meist mithilfe seines australischen Edelhelfers Richie Porte. Eine Schrecksekunde hatten die beiden Rivalen auf der Schlussabfahrt zu überstehen, als Contador strauchelte und auch Froome ins Gras ausweichen musste. An Froomes Vorsprung von 4:14 Minuten auf den Niederländer Bauke Mollema und 4:25 Minuten auf den zweifachen Toursieger Contador änderte sich nichts.

Der Rostocker André Greipel verbrachte einen ruhigen 31. Geburtstag und kam mit den anderen Topsprintern fast 22 Minuten hinter Costa ins Ziel.

Auf der 17. Etappe an diesem Mittwoch, dem zweiten Einzel-Zeitfahren über 32 Kilometer von Embrun nach Chorges in den Alpen gilt Froome erneut als großer Favorit. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der das erste Rennen gegen die Uhr am Mont-Saint-Michel gewonnen hatte, rechnet sich diesmal keinerlei Chancen aus. „Das wäre, als wenn ich Ansprüche auf einen Etappensieg in L’Alpe d’Huez stellen würde“, sagte er.