Tennisbund und ProSiebenSat.1 schließen Zehnjahresvertrag

Hamburg. Die gute Nachricht für Tennisfreunde ist: Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat wieder einen Medienpartner. Die schlechte Nachricht ist: Viele Fans in Hamburg werden die Spiele der deutschen Cracks dennoch nicht ohne Weiteres im freien Fernsehen verfolgen können. Am Dienstagmittag verkündeten der DTB und die ProSiebenSat.1-Gruppe am Hamburger Rothenbaum den Beginn einer zehnjährigen Partnerschaft, die die Bereiche Fernsehen, Internet und neue Medien umfasst. "Dies ist ein wichtiger Schritt für das deutsche Tennis", sagte DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg, "wir sind uns sicher, dass wir das Interesse an unserem Sport wieder beleben können."

Für zehn Jahre hat der DTB die Rechte an Daviscuppartien der Männer und den Fedcupspielen der Damen abgegeben. Für die kommenden vier Jahre gibt es zudem die 22 wichtigsten Turniere der WTA-Tour mit den erfolgreichen deutschen Frauen zu sehen. Die ATP-Tour der Männer gehört nicht zum Rechtepaket, damit sind auch die "Bet-at-home"-Open im Juli am Rothenbaum ausgeschlossen. Die Zusammenarbeit beginnt mit dem Fedcupspiel um den Aufstieg in die Weltgruppe am 20. und 21. April in Stuttgart gegen Serbien.

Ein wichtiger Bestandteil des Vertrages sind Übertragungen im Internet. Der DTB wird auf seiner neuen Seite "www.tennis.de" künftig Livestreams anbieten. Bei "ran.de" gibt es ebenfalls bewegte Livebilder zu sehen. Im "klassischen" Fernsehen allerdings ist zunächst der neue Sender "Sat.1 Gold" als Abspielbasis vorgesehen: ein Programm mit der Zielgruppe "ältere Frauen", das in Hamburg bislang nicht ins Kabelnetz eingespeist ist.

( (AH/bj) )

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