Vier Kandidaten für die Suche nach dem WM-Superstar

Val di Fiemme. Marit Björgen, Petter Northug, Gregor Schlierenzauer - sie alle vereint der Erfolgsrausch. Auch bei der an diesem Mittwoch mit der Eröffnungsfeier beginnenden Nordischen Ski-WM wollen sie angreifen und ihren beachtlichen Titelsammlungen neuen Glanz hinzufügen. Nach Jahren der Zurückhaltung hat mit Eric Frenzel aber auch ein deutscher Kombinierer das Zeug zum WM-Star. Immerhin geht der Oberwiesenthaler als Titelverteidiger an den Start, denn in Oslo gewann er vor zwei Jahren das einzige deutsche WM-Gold. Mit seiner Siegesserie im Weltcup im Januar brachte er sich selbst wieder in eine Favoritenrolle, die die Konkurrenz ihm nur zu gern überlässt.

Top-Favoriten sind auch die norwegischen Langlaufstars Björgen und Northug. Björgen holte vor zwei Jahren bei der Heim-WM vier Titel in sechs Wettbewerben, Northug drei. Der Erfolgshunger ist dennoch nicht gestillt, zumal Northug zum erfolgreichsten Langläufer bei Weltmeisterschaften aufsteigen könnte. Gewinnt er zweimal, zieht er mit dann neun Titeln mit seinem legendären Landsmann Björn Dählie gleich.

Seinen bislang fünf WM-Titeln möchte Österreichs Skisprungheld Schlierenzauer noch einige hinzufügen. Der Rekord-Weltcupgewinner und zweimalige Vierschanzentourneesieger bleibt ehrgeizig. "Wenn man so eine tolle Saison hatte wie ich bisher, ist alles, was jetzt noch kommt, Zugabe. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich am Tag X meine besten Sprünge auspacken will", betonte Schlierenzauer. Er spürt aber auch, dass die Konkurrenz nähergekommen ist. "Norweger, Slowenen, Deutsche - sie alle können gewinnen", sagte der Österreicher.