Richard Freitag fliegt zum Sieg, das Team knapp am Podest vorbei

Oberstdorf. Trotz eines ärgerlichen Fehlers im Teamwettbewerb ist Richard Freitag nach Skisprung-Weltcup in Oberstdorf im Aufwind. Mit dem zweiten Karrieresieg beim Skifliegen im dichten Schneetreiben tankte der 21-Jährige am Sonnabend viel Selbstvertrauen für die an diesem Mittwoch beginnenden nordischen Weltmeisterschaften. In Val di Fiemme will Freitag erneut aufs Podium springen. "Ich hoffe, dass mir dieser Erfolg noch einmal einen Schub für die WM gibt", sagte der Sachse. "Mein Ziel ist eine Medaille."

Im Mannschaftswettbewerb am Sonntag unterlief Freitag bei seinem finalen Sprung auf 196 Meter allerdings ein Patzer, der das DSV-Quartett um den möglichen Podestplatz brachte. "Ich habe unten zu viel gemacht, dadurch ist mir der Ski weggeklappt und ich musste abbrechen. Es war mein Fehler", entschuldigte sich Freitag. Am Ende fehlten dem DSV-Quartett 2,5 Punkte auf die drittplatzierten Slowenen und 8,2 Zähler auf den Zweiten Österreich.

"Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir noch einmal aufs Podest gekommen wären", sagte Bundestrainer Werner Schuster. "Eine misslungene Generalprobe hat oft etwas Gutes", stellte Severin Freund fest. Der Sieg im Mannschaftsspringen ging an die überragenden Norweger, die sich auch 100.000 Euro Prämie für den Gesamterfolg in der Teamtour sicherten.

Der vierte Platz konnte Freitags Freude nicht schmälern. "Die letzte Zeit war etwas schwierig für mich", sagte er. "Umso glücklicher bin ich, dass ich heute ganz oben stehe. Der zweite Karrieresieg ist etwas ganz Besonderes für mich. Und dann noch vor heimischem Publikum." Mit Weiten von 209 und 206,5 Metern hatte er den Norweger Andreas Stjernen um knappe 0,3 Punkte auf Platz zwei verwiesen.