Boxprofis Abraham und Culcay verteidigen ihre Titel erfolgreich

Nürnberg. Arthur Abraham hatte sich zur Feier des Tages schick gemacht, Mehdi Bouadla fuhr ins Krankenhaus. Die Rollen bei der WBO-Box-WM im Supermittelgewicht waren klar verteilt. Der Sieger verteidigte seinen Titel, den er im August gewonnen hatte, zum ersten Mal fast wie im Vorbeigehen. Der gescheiterte Herausforderer, den Ringrichter Mark Nelson (USA) in der achten Runde wegen Verletzung aus dem ungleichen Kampf genommen hatte, wurde im Trainingsanzug mit Badeschlappen in die Ambulanz chauffiert. In der siebten Runde hatte sich der Franzose einen tiefen Cut am rechten Augenlid eingehandelt. Der Riss wurde mit mehreren Stichen genäht.

"Besser kann man sich ein Jahr nicht wünschen: vier Siege, Weltmeister geworden und Titel verteidigt", jubelte Abraham, 32, der bis auf die sechste alle Runden klar für sich entschieden hatte. Im März oder April 2013 steht für den gebürtigen Armenier der Rückkampf mit dem Magdeburger Robert Stieglitz an, dem er im August den WM-Titel durch einstimmigen Punktsieg entrissen hatte.

Im Rahmen der Nürnberger WM-Veranstaltung verteidigte der Hamburger Jack Culcay vor 7000 Zuschauern seinen WBA-Interkontinental-Titel im Halbmittelgewicht durch technischen K. o. in Runde fünf über den Franzosen Jean-Michel Hamilcaro.

( (dpa) )