Deutsches Stabhochsprung-Trio steht im olympischen Finale

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London. Fröhlich und entspannt verließen die drei deutschen Stabhochspringerinnen nach erfolgreichen Flügen in der Qualifikation das Stadionrund. "Am Sonntag werde ich noch ein bisschen Sport machen und dann die Beine hochlegen", sagte Martina Strutz. Die Neubrandenburgerin hatte wie Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Lisa Ryzih (Ludwigshafen) jeweils 4,55 Meter überwunden und Hoffnungen auf die erste deutsche Medaille im Frauen-Stabhochsprung (heute, 20 Uhr) bei Olympischen Sommerspielen geweckt.

"Von Platz eins bis zwölf ist am Montag alles möglich. Die Stimmung im Stadion ist riesig! Wenn die brüllen, das ist Gänsehaut pur", sagte die Welt- und Europameisterschaftszweite Strutz. Auch die russische Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa, die 2004 und 2008 Olympiagold gewann, schaffte die 4,55 Meter. Mitfavoritin Fabiana Murer aus Brasilien schied mit 4,50 Meter aus.

Die Weltjahresbeste Spiegelburg, die vor Kurzem in Monaco mit 4,82 Metern deutschen Rekord gesprungen war, sieht sich selbst nicht als Favoritin. "Es ist alles so offen bei uns", sagte sie und verwies darauf, dass sie in dieser Saison schon wesentlich mehr Wettkämpfe als die einst dominierende Isinbajewa bestritten hat.

Martina Strutz war nach der gelungenen Qualifikation unter blauem Himmel zufrieden, dass das Wetter gehalten hatte. "Es war zwar nicht einfach wegen der langen Wartezeiten. Aber wir haben alle gezeigt, was wir draufhaben. Der Wind ist ein bisschen schwierig, deswegen gab es ein paar Favoriten, die raus sind", erklärte Strutz. "Man muss halt immer kämpfen", sagte die EM-Siebte Ryzih, die bei ihrer ersten Olympiateilnahme auf Anhieb ins Finale einzog. "Wir wussten ja, dass eigentlich 4,60 Meter als Qualifikationshöhe gefordert waren. Aber bei Olympia mobilisiert man alle Kräfte." Vor dem Medaillenkampf macht sie sich keinen großen Kopf: "Nun bin ich im Finale - weiter geht's", sagte Ryzih.

( (dpa) )