Bundesliga

Kölner "Fans" bewerfen Schalker Anhänger mit Fäkalien

abendblatt.de

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Die Polizei in Gelsenkirchen bestätigte den Vorfall. Eine Person schleuderte Kot in einem Bierbecher in den Schalker Fanblock.

Gelsenkirchen. Übergriffe von sogenannten "Fans" in den Stadien der Fußball-Bundesliga nehmen weiter zu. Dabei werden die Anhänger der Vereine immer dreister: Am Wochenende bewarfen einige unverbesserliche "Fans" des 1. FC Köln beim Spiel ihres Vereins in Gelsenkirchen Anhänger des FC Schalke 04 mit Fäkalien. Das bestätigte die Polizei in Gelsenkirchen am Dienstag. Zuvor hatte die „Kölnische Rundschau“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ über dne Vorfall berichtet.

Demnach gibt es einen Zeugen, der beobachtete, wie eine Person Kot in einen Bierbecher legte und Richtung Schalke-Block schleuderte. Auch zwei mit Urin gefüllte Bierbecher seien auf die Schalker Fans geworfen worden. Als Beweis dienen der Polizei offenbar Video-Aufnahmen, wodurch die Täter identifiziert wurden. Die Polizei hielt die Vorgänge „beweissicher“ fest und stellte die Personalien dreier Tatverdächtiger fest.

Insgesamt gab es bei der Begegnung, die Schalke nach einem 0:1-Rückstand noch mit 5:1 für sich entschied, neun sogenannte freiheitsentziehende Maßnahmen wegen Körperverletzung, Widerstands, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Laut eines Berichts der "Kölnischen Rundschau" waren zudem Mitglieder der Fangruppierung Wilde Horde bereits vor dem Anpfiff negativ aufgefallen. Sie hätten Polizisten mit Flaschen und anderen gefährlichen Gegenständen beworfen. Auf dem Weg zur Schalke-Arena wurden zudem in Bahnen Scheiben zerstört. Polizisten hätten anschließend Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt, um die Situation zu beruhigen.

Der Fanbeauftragte des 1. FC Köln reagierte empört auf die Vorfälle: „Wir als Verein distanzieren uns natürlich von diesen Leuten. Dieses Verhalten geht gar nicht. Da darf es keine zwei Meinungen geben“, sagte Rainer Mendel. (dpa/abendblatt.de)

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