Bahrain muss für abgesagtes Formel-1-Rennen nicht zahlen

Berlin. Kein Rennen - keine Gebühr: Bernie Ecclestone hat der Königsfamilie von Bahrain mehrere Zehn Millionen Euro erlassen. "Ich verlange kein Geld für ein Rennen, das sie nicht bekommen", sagte der 80 Jahre alte Milliardär und Geschäftsführer der Formel 1: "Ich möchte loyal zum König sein, denn er tut alles, was er kann, die Dinge mit seinen Leuten in Ordnung zu bringen." Niemand wolle daraus Profit schlagen, betonte Ecclestone, nachdem das für den 13. März geplante Saisonauftakt-Rennen wegen der politischen Unruhen in dem Staat am Persischen Golf abgesagt worden war.

"Der König war in Sorge um die Formel 1 und unsere Sicherheit, daher hat er die Entscheidung getroffen", erklärte Ecclestone. Es sei wie bei einem Erdbeben - "niemand hätte das einen Monat zuvor vorhersagen können". Gegen einen Ausfall dieser Art sei das Formula One Management auch nicht versichert. Das Geld würde letztlich auch den Teams am Ende der Saison fehlen, sie partizipieren zur Hälfte an den Einnahmen. Erst wenn das Rennen neu angesetzt würde, müsste Bahrain die geschätzten 30 Millionen Euro Gebühren zahlen. Die Frage nach einem Nachholtermin gestaltet sich indes schwierig. Spekuliert wurde bereits mit einem Wochenende im November, vor oder nach dem Rennen im benachbarten Abu Dhabi (13. November).