Länderspiel: EM-Qualifikation

Große Ehre: Bundestrainer Löw bekommt Bundesverdienstkreuz

Im Schloss Bellevue bekamen alle 23 WM-Akteure von Wulff und Bundeskanzlerin Merkel zudem das Silberne Lorbeerblatt überreicht.

Berlin. Fußball-Bundestrainer Joachim Löw ist mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Er erhielt die höchste staatliche Auszeichnung am Dienstag von Bundespräsident Christian Wulff in Berlin für seine Verdienste bei der Weltmeisterschaft. Im Schloss Bellevue bekamen die 23 WM-Akteure um Kapitän Philipp Lahm und Torwart Manuel Neuer von Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel zudem das Silberne Lorbeerblatt. Beim WM-Turnier in Südafrika hatte die Nationalmannschaft im Sommer den dritten Platz belegt und dabei besonders bei den Siegen gegen England und Argentinien durch ihren offensiven Spielstil überzeugt.

„Die Mannschaft hat mit Eleganz, Leichtigkeit, Teamgeist und Spielwitz überzeugt und kann für andere ein Vorbild sein“, betonte Wulff bei der Zeremonie in seinem Amtssitz. „Diese Mannschaft ist ein Spiegel der tatsächlichen Gesellschaft unseres Landes. Bleiben Sie so, wie Sie bei der WM aufgetreten sind“, sagte der Bundespräsident.

20 Spieler der WM-Auswahl waren seiner Einladung gefolgt. Bastian Schweinsteiger , Marcell Jansen und Stefan Kießling fehlten beim Termin auf politischem Parkett wegen ihrer Verletzungen.

Lahm dankte im Namen des Teams. „Wir sind sehr stolz, als junge Mannschaft diesen Preis erhalten zu haben“, sagte der Kapitän und verwies auf prominente Preisträger wie Rosi Mittermaier, Boris Becker und Fritz Walter. „Das ist ein großer Ansporn. Wir wollen wieder einen Titel nach Deutschland holen – in naher Zukunft.“

Nach der Feierstunde begann für die DFB-Auswahl die Vorbereitung auf die anstehenden EM-Qualifikationsspiele am Freitag (20.45 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de im Berliner Olympiastadion gegen die Türkei und am kommenden Dienstag (19.00 Uhr/ZDF) in Kasachstan. Nach zwei Ausscheidungs- Partien für das Turnier in Polen und der Ukraine führt Deutschland die Gruppe A mit sechs Zählern vor den punktgleichen Türken an.