Judokas machten sich in der Sporthalle Hamburg Mut für die WM in Japan

Hamburg. Der Präsident kam aus dem Staunen nicht heraus. Auch ohne Olympiasieger Ole Bischof haben die deutschen Judokas beim hochkarätig besetzten European Cup in der Sporthalle Hamburg mit sechs Siegen die Hoffnungen auf eine erfolgreiche WM in einem Monat in Japan geschürt. "Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut läuft", sagte Judo-Boss Peter Frese.

Vor allem die Schwergewichte trumpften auf. Nach überwundenen Verletzungsproblemen marschierte Andreas Tölzer im Eiltempo zum Sieg. Das Finale entschied der 30-Jährige nach 19 Sekunden gegen Matthias Schmunk. Thomas Pille machte den deutschen Dreifacherfolg in der höchsten Gewichtsklasse perfekt. Auch Schwergewichtlerin Franziska Konitz war eine Klasse für sich. "Ich freue mich, weil ich mit immer anderen Würfen gewonnen habe", sagte die Berlinerin. Ihre starke Form unterstrich Claudia Malzahn mit ihrem Sieg in der Klasse bis 63 Kilo. Seinen größten Erfolg feierte Christopher Völk, 21. Der Abensberger (73 kg) ließ sich auch nicht von Weltklassemann Rasul Bokiew (Tadschikistan) stoppen.

Am Sonntag legte WM-Hoffnung Heide Wollert nach, siegte in der Klasse bis 78 Kilo. Für Aufsehen sorgte Jacqueline Lisson, 20, die überraschend die 52-Kilo-Klasse gewann. Mut für Tokio machte ebenfalls der Auftritt Michaela Baschins, die im Leichtgewicht Dritte wurde. Insgesamt standen die Deutschen 17-mal auf dem Podest.