Auf zum Jungfernstieg

T-Shirts zu verschenken - Abendblätter werden knapp

Das Hamburger Abendblatt verschenkt heute weitere T-Shirts im Nivea-Haus. Doch Abendblatt-Ausgaben werden knapp - am besten vorher kaufen!

Hamburg. Gemeinsam mit Nivea for men verschenkt das Abendblatt auch heute Fan-T-Shirts der deutschen Nationalmannschaft - solange der Vorrat reicht. Die T-Shirts, offizielle Kollektionsware des DFB, tragen die Nr. 11 und auf der Rückseite den Schriftzug "Jogis Co-Trainer". Im Nivea-Haus am Jungfernstieg 51 erhält jeder Abendblatt-Leser mit einer aktuellen Abendblatt-Ausgabe ein T-Shirt als Geschenk. Trotz des Riesenansturms sind noch T-SHirts da - Abendblätter jedoch sind in der Innenstadt fast ausverkauft. Wer ein T-Shirt möchte, sollte sich darum am besten ein Abendblatt aus seinem Stadtteil mitbringen!

So lief die DFB-T-Shirt-Aktion am Dienstag:

Es gibt sicher Angenehmeres, als seine Mittagspause in einer Warteschlange zu verbringen. Und dennoch verlegten Banker ihre Ruhezeit spontan vor das Nivea-Haus am Jungfernstieg, genau wie zahlreiche Schüler, Studenten, Mütter und Angestellte. Gefühlt war gestern halb Hamburg gekommen. Und alle hatten die aktuelle Ausgabe des Abendblatts dabei, was das kollektive Anstehen wenigstens informativ machte. Aber der Tross der Wartenden hatte noch eine andere lohnende Aussicht.

Gegen Vorlage der gestrigen Abendblatt-Ausgabe wurden im Nivea-Haus Fan-Trikots der deutschen Nationalmannschaft verschenkt. Und was als Fan-Aktion begann, gipfelte in einem Massenauflauf.

Bereits gegen 11.30 Uhr, eineinhalb Stunden nach Beginn der Aktion, war die Hälfte der vorrätigen Shirts vergeben. "Wahnsinn", konstatierte Michael Senge vom Nivea-Team. "Der Laden ist brechend voll." Und gegen Mittag war nicht nur der Laden gut gefüllt. Zwischenzeitlich reichte der Pulk bis auf die Straße.

Abonnentin Ilka Krahl stand mittendrin. Nach der morgendlichen Lektüre des Abendblatts schnappte sie sich ihre Kinder Anna und Jonas, um in die City zu fahren. Als sie mit ihrem Abo- und drei Extra-Exemplaren schließlich am Tresen stand, konnte sie vier T-Shirts aus der offiziellen Kollektionsware des DFB in Empfang nehmen. "Mein Mann Guido muss leider arbeiten, darum bringe ich ihm eins mit." Wie sie die Aktion finde? "Großartig", sagte die Wentorferin. "Das sind Original-Trikots, die kann man am Freitag super zum Fußballgucken anziehen", ergänzte Sohn Jonas.

Auch die Abiturienten Jonas Mäckel, Moritz Müller und Lars Dietrich deckten sich mit der neuen Oberbekleidung ein. Das Trio aus Großhansdorf wird am Freitag zwar getrennt das Spiel der Nationalmannschaft gegen Serbien sehen, aber sie eint der Trikot-Schriftzug "Jogis Co-Trainer". Während Jonas das zweite Vorrundenspiel beim Hurricane-Festival in Scheeßel verfolgen wird, werden es sich Moritz und Lars wohl vor dem Fernseher gemütlich machen. "Das 2:0 für Deutschland gucken wir natürlich in den neuen Shirts", prophezeite Moritz. Insgesamt sei "das Trikotverschenken eine Superaktion". Gerade weil die Original-Leibchen "ziemlich teuer" für Schüler wie ihn seien.

Selbst Kwaku Nuamah, Griller im Block House und als gebürtiger Ghanaer eher dem letzten deutschen Gruppengegner zugeneigt, holte sich die "Co-Trainer-Shirts" ab. "Am Freitag werde ich die Trikots selbstverständlich tragen und die Daumen für einen deutschen Sieg drücken. Aber am Mittwoch hoffe ich, dass Ghana gewinnt", sagt er. Wie es seine vier Kinder mit den Sympathien beim deutsch-ghanaischen Aufeinandertreffen halten, wisse er noch nicht. Sicherheitshalber kaufte er noch vier Abendblatt-Ausgaben und konnte so jedem ein Fan-Trikot der deutschen Nationalelf mitbringen. Am Nachmittag waren dann auch die letzten Shirts für diesen Tag vergeben, die Warteschlange löste sich auf - und Hamburg ist ein Stückchen mehr Schwarz, Rot und Gold.