Westfalens neuer Rasenkönig

Halle (Westf.). War das wirklich ich? Das scheint sich Lleyton Hewitt zu fragen, als er sich im Siegerpokal des Tennisturniers von Halle spiegelt. Der frühere Weltranglistenerste aus Australien hatte im Finale geschafft, was seine Kollegen zuvor 29-mal vergeblich versucht hatten: Roger Federer im "Wimbledon Westfalens" eine Niederlage beizubringen. "Ich kann nicht immer gewinnen", entschuldigte sich der Schweizer nach dem 6:3, 6:7 (4:7), 4:6 bei den 11 000 Zuschauern. Hewitt beendete mit seinem 28. Turniersieg eine 14-monatige Durststrecke und reist jetzt "mit Riesenselbstbewusstsein" ins richtige Wimbledon (21. Juni bis 4. Juli). Philipp Petzschner und Benjamin Becker waren als beste Deutsche im Halbfinale gescheitert.