Super-Kombination kann Sonntag nicht stattfinden

Das Wetter stoppt Maria Riesch

Whistler. Wenigstens durfte Deutschlands alpiner Ski-Star Maria Riesch zur olympischen Eröffnungsfeier. Nach der Absage der Super-Kombination für den Sonntag und der Trainingsfahrten am Freitag konnte die 25-Jährige den anstrengenden Weg vom Bergdorf Whistler nach Vancouver antreten. "Da wollten die Mädels ja eh unbedingt hin", sagte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier und sah den Ausfall der Übungsfahrt als richtig an. "Die Absage ist korrekt. Man konnte überhaupt nicht fahren. Die Strecke ist völlig durchnässt und aufgeweicht", sagte er. EinTraining wäre "völlig unverantwortbar" gewesen.

Da für die Super-Kombination ein Training im Vorfeld Pflicht ist und am Sonnabend die Herren-Abfahrt (20.45 Uhr) oberste Priorität genießt, wurde das Damen-Rennen verlegt. Möglicher neuer Termin ist der Montag.

Riesch trainierte am Freitag trotzdem. Statt mit den langen Abfahrts-Latten unterwegs zu sein, wechselte sie auf die Slalom-Ski und trainierte Torlauf. So souverän und zuversichtlich, wie Riesch in Whistler aufgetreten war, dürften der Slalom-Weltmeisterin die Wetterkapriolen nicht viel zu schaffen machen. "Ich bin selber überrascht, dass ich im Moment noch relativ locker bin. Ich glaube, das liegt daran, dass ich weiß, ich bin überall gut drauf und habe viele Chancen", sagte die Skirennfahrerin. Bei der Super-Kombination zählt sie neben Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn (USA), Medaillen-Spezialistin Anja Pärson (Schweden) und WM-Gewinnerin Kathrin Zettel (Österreich) zu den Top-Favoritinnen.

In der Abfahrt gewann Riesch in St. Moritz das letzte Weltcuprennen vor den Winterspielen, im Slalom ist sie als Weltmeisterin ohnehin Spitzenklasse. "Und wenn was danebengehen sollte, ist das nicht der Weltuntergang", nahm sich die 13-malige Weltcup-Gewinnerin etwas Druck. Schließlich hat sie vier zusätzliche Starts und dabei mindestens zwei weitere sehr gute Edelmetall-Chancen - wenn das Wetter mitspielt.