Australian Open

Tennis: Federer jetzt gegen Dawidenko

Melbourne. Roger Federer hatte es eilig. Anscheinend ohne jede Anstrengung erteilte der Weltranglistenerste dem von seinen Landsleuten umjubelten Lleyton Hewitt eine bittere Lehrstunde und zog in Melbourne mit einem lockeren 6:2, 6:3, 6:4 ins Viertelfinale der Australian Open ein. Wie im Training schickte er den Lokalmatadoren im 24. Vergleich von einer Ecke des Platzes in die andere und feierte den nie gefährdeten 17. Sieg. "Ich hoffe, ich kann diese Leistung weiter bringen", sagte Federer nach dem Erfolg im Duell der Tennis-Väter. "Wenn ich Fehler gemacht habe, dann zu einem Zeitpunkt, als es mir nichts ausmachte."

Nur einmal keimte bei den australischen Fans Hoffnung auf, als Hewitt zum 4:4 im letzten Satz ein Rebreak gelang. Federer aber schlug zurück und konnte sich nach einer 115-Minuten-Kurzschicht aus dem Melbourne Park verabschieden - und im Hotel seine sechs Monate alten Zwillinge wickeln. Denn auch "darin bin ich ein Meister", verriet der Tennis-Dominator.

Federer trifft nun im Viertelfinale auf Rothenbaum-Sieger Nikolai Dawidenko. Der Russe hat von den 14 Vergleichen (nur) die beiden letzten gewonnen, zuletzt Anfang des Jahres im Halbfinale von Doha, wo auf dem gleichen Belag gespielt wird. "Er ist schon so lange unter den besten fünf, das sagt alles", so Federer. Dauerläufer Dawidenko brauchte im Achtelfinale allerdings fünf Sätze, um den Spanier Fernando Verdasco 6:2, 7:5, 4:6, 6:7 (5:7), 6:3 niederzuringen.