Motorsport

Daimler-Chef: Schumacher hat Zeit

Detroit. Daimler-Chef Dieter Zetsche setzt seinen teuersten Angestellten nicht unter Druck. "Wir sind überzeugt, dass Michael Schumacher wieder gewinnen wird, vielleicht nicht sofort", sagte der Vorstandsvorsitzende am Rande der Detroit Motor Show der "Gazzetta dello Sport" über das Formel-1-Projekt des Stuttgarter Automobilherstellers. "Wir werden ihm Zeit geben. Ein Meister von seinem Format enttäuscht nie."

Zetsche sagte weiter, er sei von Schumachers Enthusiasmus beeindruckt. Die Möglichkeit, dass das Comeback des siebenmaligen Weltmeisters scheitern könnte, wird ausgeschlossen: "Daran verschwenden wir keinen Gedanken."

Am nächsten Montag (25. Januar) wird Zetsche zugegen sein, wenn Mercedes Grand Prix sein neues Werksteam mit den beiden deutschen Fahrern Schumacher und Nico Rosberg im Mercedes-Museum vorstellen wird. Allerdings wird noch ein Vorjahresauto im neuen Design auf der Bühne stehen. Der neue Silberpfeil wird erstmals am 1. Februar bei Testfahrten in Valencia vorgestellt.

Eine Nummer eins werde es im Team Schumacher/Rosberg übrigens nicht geben, sagte Zetsche weiter. Eine Entscheidung über die Hackordnung werde gegebenenfalls Teamchef Ross Brawn treffen.

Der Daimler-Chef rechtfertigte auch das Engagement des Rekordweltmeisters, der sieben Millionen Euro pro Jahr erhalten soll. Der Vertrag des 41-Jährigen bei Mercedes GP läuft über drei Jahre. "Wir haben die einzigartige Möglichkeit, neue Fans und neue potenzielle Kunden auf den neuen Automärkten wie Indien, China und im Orient zu gewinnen", sagte Zetsche. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte darauf hingewiesen, dass Schumachers Gage von Sponsoren getragen werde.