Joker Janjic schockt Karlsruhe

Karlsruher SC - Arminia Bielefeld 0:1

Ein Joker-Tor von Zlatko Janjic hat Arminia Bielefeld Luft im Abstiegskampf verschafft und die Notlage des Karlsruher SC noch verschlimmert. Der gerade eingewechselte Mittelfeldspieler erzielte am Samstag in der 86. Minute das goldene Tor zum höchst glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg der Ostwestfalen beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga.

Karlsruhe. Vor 24 621 Zuschauern im Wildparkstadion konnten die Badener trotz klarer Überlegenheit ihre Torflaute nicht beenden und warten nun schon seit 450 Minuten auf einen Treffer - das Rennen um den Klassenverbleib wird für den KSC bei nun schon fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz immer aussichtsloser.

"Wenn man die Tabelle anschaut, sieht es düster aus", meinte KSC-Trainer Edmund Becker. Für die Bielefelder, bei denen Christopher Katongo in der Schlussminute wegen Spielverzögerung Gelb-Rot sah, war es im achten Anlauf der erste Bundesliga-Erfolg in Karlsruhe. "Es freut mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte Siegtorschütze Janjic mit breitem Lächeln. "Es war natürlich ein glücklicher Sieg", gestand Gäste-Trainer Michael Frontzeck.

Den beiden abschlussschwächsten Teams der Liga war über die gesamte Spielzeit hinweg die Abstiegsangst deutlich anzumerken. Eine Vielzahl von Fehlpässen und peinlichen Patzern war die Folge, durchdachte Angriffsaktionen hatten Seltenheitswert. Der KSC hatte sich mit einem Sonder-Trainingslager im pfälzischen Herxheim auf die Partie eingeschworen. Der in dieser Saison bislang torlose Edmond Kapllani erhielt von Coach Becker als zusätzliche Spitze das Vertrauen. Doch die Badener scheiterten mit ihren oft überhasteten Bemühungen immer wieder am Gäste-Schlussmann Dennis Eilhoff.

Kapllani (6./23.) fand im Armina-Keeper ebenso seinen Meister wie Antonio da Silva (7.), Sebastian Freis (28.) und Michael Mutzel (38.). Die beste Bielefelder Möglichkeit in Hälfte eins vergab Robert Tesche, der nach einer Flanke von Katongo per Kopf an der Latte scheiterte (35.). Ansonsten aber wirkten die Ostwestfalen behäbig und beschränkten sich zumeist auf die Defensivarbeit.

Auch nach der Pause wirkten die Hausherren engagierter, in der Offensive jedoch zumeist planlos. Chancen wie in der 64. Minute, als Andre Mijatovic den einschussbereiten Kapllani abblockte, blieben Mangelware. Auch Abwehrchef Dino Drpic und der eingewechselte Lars Stindl (68.) konnten die Torkrise der Gastgeber nicht stoppen. In der Schlussphase sank das Niveau auf den Tiefpunkt. Ein Glücksgriff von Arminia-Coach Frontzeck entschied dann die Partie: Janjic schockte den KSC mit seinem Siegtor.