Bundesliga

Karlsruher SC - Eintracht Frankfurt 0:1

Karlsruhe. Der Brasilianer Caio hat Eintracht Frankfurt einen glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg beim Karlsruher SC beschert und die Hessen damit vor einem Abrutschen in den Tabellenkeller bewahrt. Vor 27 623 Zuschauern im Karlsruher Wildpark-Stadion traf der in Frankfurt umstrittene Spielmacher am Samstag in der 54. Minute. Für die Hessen war es der erste Erfolg in der Rückrunde, die Gastgeber mussten nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen hingegen wieder einen Rückschlag hinnehmen und bleiben Tabellenvorletzter. Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) pfiff die Partie nach der Pause mit fünfminütiger Verspätung an, nachdem aus dem Frankfurter Fanblock wiederholt Feuerwerkskörper abgefeuert worden waren. Der DFB-Kontrollausschuss nimmt Ermittlungen auf.

"So etwas werde ich nie verstehen", schimpfte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, der nach dem Sieg jedoch zugleich erleichtert war. "Wir sind sehr froh über diesen glücklichen Sieg." Auch Eintracht-Coach Friedhelm Funkel atmete erst einmal tief durch. "Ich denke, heute hat jeder Verständnis dafür, dass mir egal ist, wie wir gespielt haben. Es zählt allein der Sieg", sagte Funkel. Sein Trainerkollege Edmund Becker war dagegen tief enttäuscht. "Wir werden ein paar Tage brauchen, um diese unglückliche Niederlage zu verdauen", sagte der KSC-Coach.

In einer niveauarmen und von vielen Fehlern geprägten Begegnung war seine Elf in der ersten Halbzeit das aktivere Team. Becker hatte die Mannschaft im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Köln vor einer Woche verletzungsbedingt auf zwei Positionen verändert. Für Tim Sebastian (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Godfried Aduobe (Augenverletzung) standen Stefan Buck und der nach seiner Sperre wieder einsatzbereite Marco Engelhardt in der Startformation. Gefahr ging zunächst jedoch von Spielmacher Antonio da Silva aus, der in der achten Minute mit einem Freistoß an Frankfurts Torhüter Markus Pröll scheiterte.

Danach dauerte es 20 Minuten, ehe Lars Stindl die nächste Möglichkeit für die Gastgeber vergab. Von den Gästen war im ersten Durchgang dagegen überhaupt nichts zu sehen. Funkel hatte nach nur einem Punkt in den ersten drei Spielen der Rückrunde die Defensive verstärkt und für den zuletzt enttäuschenden Alexander Meier den Japaner Junichi Inamoto aufgeboten. Zudem stand Mehdi Mahdavikia bei den Hessen für Markus Steinhöfer in der Startformation, konnte dem Frankfurter Spiel allerdings auch keinerlei Impulse geben.

So verzeichnete die Eintracht in den ersten 45 Minuten lediglich eine halbe Chance, als Nikolas Liberopoulos nach einem Fehler von Buck zu überrascht war und den Ball nicht aufs Karlsruher Gehäuse bringen konnte. Ansonsten sahen die Zuschauer eine erschreckend schwache Begegnung. Nach der Pause verstärkte Funkel mit der Einwechslung von Caio für den gelbrot-gefährdeten Nikola Petkovic die Offensive. Eine Entscheidung, die sich nur neun Minuten später auszahlte. Nach einer abgewehrten Flanke von Patrick Ochs, der trotz seines Mittelhandbruchs mit einer Manschette spielte, hob der Brasilianer den Ball überlegt ins Karlsruher Tor.

Der KSC zeigte sich aber nicht geschockt und hatte vier Minuten später die große Chance zum Ausgleich. Doch der in der Winterpause von Borussia Dortmund zurückgekehrte Giovanni Federico vergab völlig frei stehend aus kurzer Distanz. In der Folgezeit drängten die Hausherren auf das 1:1. Stindl (72., 75.), Federico (78.) und Edmond Kapllani (84.) vergaben jedoch auch beste Möglichkeiten.