Görges und Kerber in Runde drei

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Auch Tommy Haas gewann bei den French Open sein zweites Match. Aus für Mayer und Kohlschreiber

Paris. Die Damen retten wieder einmal die deutsche Tennisbilanz. Angelique Kerber und Julia Görges sind bei den French Open in Paris in die dritte Runde eingezogen. Bei den Herren erreichte ausgerechnet Altmeister Tommy Haas als einziger Profi die Runde der letzten 32. Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber und Cedrik-Marcel Stebe müssen dagegen die Koffer packen.

Angelique Kerber hat sich auch von einer Spielunterbrechung nicht stoppen lassen. Die US-Open-Halbfinalistin beendete beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt routiniert ihr zweigeteiltes Match gegen die Weißrussin Olga Goworzowa mit 6:3, 6:2. Die Zweitrundenpartie der Kielerin war am Mittwochabend wegen Regens und Dunkelheit beim Stand von 1:2 abgebrochen worden. "Es war nicht einfach. Das war eine ganz neue Situation für mich", sagte Kerber nach der zähen Hängepartie am Bois de Boulogne. "Es war eine lange Nacht für mich und ein ganz komisches Spiel. Das ganze Warten hat Energie gekostet. Aber man muss auch an schlechten Tagen gewinnen können."

Am Abend erreichte auch Julia Görges bei dem mit 17,226 Millionen Euro dotierten Turnier im Stade Roland Garros die Runde der besten 32. Die Bad Oldesloerin bezwang die britische Qualifikantin Heather Watson mit 6:3, 6:4 - gerade noch rechtzeitig vor der drohenden Dunkelheit.

Der Weltranglisten-112. Tommy Haas setzte sich anschließend souverän mit 6:2, 6:3, 6:2 gegen den Ukrainer Sergej Stachowski durch. Der 34-Jährige gebürtige Hamburger trifft nun auf den an 17 gesetzten Franzosen Richard Gasquet.

Die deutsche Herrenbilanz ist aber trist: Außer Haas sind alle neun weiteren Profis ausgeschieden. Der an Nummer 32 gesetzte Florian Mayer musste sich dem argentinischen Qualifikanten Eduardo Schwank 6:2, 3:6, 4:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben und verpasste ein Duell mit Top-Favorit Rafael Nadal. "Ich hätte gern eine bessere Sandplatzsaison gespielt", haderte Mayer. Deutschlands Spitzenspieler Philipp Kohlschreiber zog unglücklich den Kürzeren gegen den Argentinier Leonardo Mayer 6:7 (5:7), 6:7 (4:7), 5:7. Newcomer Stebe unterlag in seinem fortgesetzten Match dem französischen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga mit 2:6, 6:4, 2:6, 1:6. "Es ist eine gute Erfahrung, gegen so einen großen Spieler auf einem großen Platz zu spielen", sagte Stebe.

Der Amerikaner John Isner wurde erneut seiner Rolle als Marathonmann bei Grand-Slam-Turnieren gerecht. Der Weltranglisten-Zehnte, der vor zwei Jahren in Wimbledon als Sieger gegen den Franzosen Nicolas Mahut elf Stunden und fünf Minuten auf dem Platz stand, zog diesmal diesmal nach fünf Sätzen und fünfeinhalb Stunden - das zweitlängste Match der French-Open-Historie - den Kürzeren gegen Paul Henri Mathieu aus Frankreich. Im letzten Satz hieß es am Ende 16:18.

( (dpa) )