Gossow: „Haben uns mit 50 Prozent Leistung durchgemogelt“

Hamburg. Einen Riesenschritt im Abstiegskampf machte Schnelsen mit dem 1:0 in Meiendorf. Trainer Florian Gossow über eine unverdiente Belohnung, Arifis Bodenkontakte und eine Drohne am Riekbornweg.

Hamburger Abendblatt:

Ein insgesamt verdienter Sieg, nicht wahr?

Florian Gossow:

Nein. Wir haben uns mit 50 Prozent Leistung durchgemogelt. Eigentlich darf das nicht belohnt werden. Hat aber geklappt, also Hut ab!

Ihr Team war doch besser...

Gossow:

Mag sein. Aber was Meiendorf macht, ist mir egal. Ich weiß, was wir können. Das haben wir nicht gezeigt.

Sind Sie dafür glücklich über das Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge?

Gossow:

Dieser dritte Sieg in Folge war sehr wichtig. Doch ich rede gar nicht über den Abstiegskampf. Das sorgt bei den Spielern nur für schwere Beine.

Schwere Beine hatte heute Arifi. Er sah Gelb für eine Schwalbe. Fällt er zu oft?

Gossow:

Er hätte da nicht fallen müssen. Es ist eine schwierige Situation für ihn. Ich glaube, er ist bei den Schiedsrichtern gebrandmarkt. Wird er nächstes Mal gefoult, kriegt er trotzdem Gelb. Er ist ein cleverer und erfahrener Spieler. Ich rede ihm nicht rein.

Was macht Ihr Projekt einer Drohne 50 Meter über dem Feld?

Gossow:

Wir haben die behördliche Genehmigung für Heimspiele. Sobald unsere Kontaktperson Zeit findet, wollen wir sie einsetzen. Die Zuschauer werden sie hören können. Die andere Perspektive ist prima für die Spielanalyse.

Filmt die Drohne nächste Saison den Großteil des jetzigen Kaders?

Gossow:

Das klappt wohl aus finanziellen Gründen nicht. Wir bauen einen neuen, jungen Kader auf. Mit Rahn und Rückkehrer Jürgen Tunjic als Stützen.

Wird es ein spezielles Saisonziel geben?

Gossow:

Ja. Spaß haben beim Training und den Spielen, um hinterher zu sagen: Das war eine geile Saison.