Hamburgs Amateurfussball

Domzalski macht den "Stani"

Der neue Hamburger Hallenmeister heißt FC St. Pauli II. Im Finale besiegte die Mannschaft von KaPe Nemet den Hamburger Stadtliga-Verein SV Lurup mit 3:0 (Tore: Roman Prokoph, Mathias Hinzmann, Ata Yamrali). Dabei wäre schon in der Vorrunde beinahe Endstation gewesen. Nur auf Grund des bessern Torverhältnisses gegenüber dem SC Concordia zog man in das Halbfinale ein, wo Torhüter Hayko Kalaycioglu zum Matchwinner avancierte und im Neunmeterschießen den entscheiden Penalty von Altonas Erdinc Orün parieren konnte.

Der Titelverteidiger war somit ausgeschieden - und der Weg für ein vereinsinternes Aufeinandertreffen beim Salzbrenner Cup am Freitag und Sonnabend geebnet. Eigentlich hatte das Los den Hamburger Hallenmeister in der Gruppe des FC St. Pauli vorgesehen. Ob das Duell erste gegen zweite Mannschaft aber tatsächlich schon in der Vorrunde stattfinden wird, wurde von der Turnierleitung um Ausrichter Horst Peterson nach der Siegerehrung noch diskutiert. Möglicherweise werden die Gruppen noch einmal neu sortiert. Zum besten Spieler wurde Lurups Tobias Leuthold gewählt, bester Torhüter des Abends wurde Florian Ludewig vom SC Victoria.


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Am ersten Tag der Hamburger Hallenmeisterschaften trat der BSV Buxtehude die Nachfolge von Vorjahressieger SC Victoria an. Trainer Wolfgang Nitschke allerdings überließ die Führung der Mannschaft aber einem alten Bekannten. Thomas Bode , ehemaliger Stürmer der Liga-Mannschaft des BSV. Er bestimmte Taktik und Ausrichtung. Mit Erfolg, denn nach drei souveränen Siegen in der Vorrunde und einem Halbfinalsieg im Neunmeterschießen gegen den SC Condor sorgte der Treffer von Anis Aichaoui im Finale gegen die Landesliga-Truppe vom Barsbütteler SV für die Qualifikation zum Turnier am Folgetag. Erstmals gab es auch schon bei diesem Vorturnier Siegprämien 250,- Euro wanderten in die Mannschaftskasse des verdienten Gewinners. Der Trost für das Team von Lutz Göttling>/b>: 125,- Euro. Zudem strich Barsbüttels Keeper Tobias Sävke die Ehern des besten Torhüters ein. Die Torjägerkanone sicherte sich Alexander Graap vom Turniersieger mit insgesamt vier Treffern.



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Abseits des Parketts war die ungeklärte Trainerfrage bei Altona 93 eines der am heißest diskutierten Themen. Manager Jörg Franke ließ sich zwar keine Namen entlocken, hat die Personalie in seinem Kopf aber schon geklärt. Immerhin verriet er: "Es wird definitiv ein Hamburger Modell sein." Dem Vernehmen nach ist Jens Martens , noch Coach des Ligakonkurrenten SV Henstedt-Rhen, der Mann, der Altona spätestens im Sommer übernehmen wird. Weitere Kandidaten sind aber offenbar auch Oliver Dittberner und Frank Stolina . Präsentieren konnte sich in der Alsterdorfer Halle immerhin 93-Neuzugang Keaton Guehe . Der quirlige Angreifer deutete an, wie wertvoll er für die Rückrunde noch werden kann.


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Am Borgweg gibt "Domi" derzeit den "Stani", denn VfL 93-Trainer Peter Nogly befindet sich auf verspäteter Hochzeitsreise in Thailand, auch wenn die Hochzeit schon zwei Jahre zurückliegt. So hat Jürgen Domzalski neben seinen Managertätigkeiten auch noch die Arbeit auf dem Trainingsplatz zu verrichten. Sicherlich nicht ganz optimal, sucht der abstiegsbedrohte Stadtpark-Klub doch noch nach Verstärkungen. Überraschend kam die Doppelbelastung für Domzalski aber nicht. Nogly hatte die Verantwortlichen schon bei seinem Amtsantritt im Sommer über die Reise informiert.
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Langsam wird es eng in Sachen Trainersuche beim Meiendorfer SV. Nachdem Peter Martens schon vor dem Jahreswechsel absagte, holte sich Manager Jens Malcharczik die nächste Absage. Matthias Bub vom SC Condor bleibt weiterhin Trainer der Raubvögel. "Ich habe dem Meiendorfer SV abgesagt", so Bub. Ausschlaggebend seien viele kleine Bausteine gewesen. "Beim SC Condor werden sich einige Strukturen verändern und alles auf eine breitere Basis gestellt. In diesem Prozess sehe ich mich zusammen mit meinem Co-Trainer und Obmann Michael Biermann als ein wichtiges Element", erklärte der Trainer. Ein neuer Kandidat ist nun der Coach des Barsbütteler SV, Lutz Göttling , der sich eigenen Aussagen zufolge ein Engagement an der Meiendorfer Straße vorstellen kann und sich in Gesprächen mit dem Tabellenzweiten der Hamburg Liga befindet.


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Der Niendorfer TSV präsentierte Anfang der Woche einen weiteren Neuzugang. Ab sofort steht Jeffrey Seitz im Kader der Blauen. Der 24-jährige spielte zuletzt in Berlin beim SC Charlottenburg und wechselte nun aus beruflichen Gründen von der Spree an die Elbe. In der Jugend war er sogar an der Themse aktiv und spielte für Tottenham Hotspur. Seitz, der ein guter Freund von St. Paulis Charles Takyi ist, trainiert schon seit einiger Zeit am Sachsenweg mit und ist nach Auskunft von Trainer Jörn Großkopf ein flexibel einsetzbarer Mittelfeldspieler.


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Am vergangenen Wochenende präsentierte der SV Halstenbek-Rellingen mit Patrick Gott, Ali Arslan und Cem Müller drei Neuzugänge. Trainer Oliver Berndt förderte nun die Notwendigkeit dieser Transfers zutage. Mit Steve Tolkmitt und Eike Pannen verliert HR zwei gestandene Stammspieler in der Winterpause. Tolkmitt verlegt aus privaten Gründen seinen Lebensmittelpunkt nach Düsseldorf. Pannen setzte sein Studium in den USA fort und wird deshalb nicht mehr für HR aktiv sein können.


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Beim SV Eidelstedt findet in der Winterpause die "Re-Union" der Josipovic-Brüder satt. Nach der Verpflichtung von Anto Josipovic spielen nun alle drei Josipovics beim Tabellenführer der Landesliga Hammonia. Neben Anto gehören bereist Marko und Josip Josipovic dem Kader des SVE an. Anto wechselte im Sommer zu TuS Hamburg, kehrte aber nun zurück, um die Eidelstedter beim Aufstieg in Hamburg Liga zu unterstützen.


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Im Kampf um den Aufstieg hat sich auch der Barsbütteler SV weiter verstärkt. Nachdem in der letzten Woche schon Dariusz Almasi von Bergedoprf 85 verpflichtet werden konnte, steht Trainer Lutz Göttling für die Rückrunde mit Ahmet Sahin eine weitere Defensivkraft zur Verfügung. Sahin kommt von HT 16 und sammelte in der Vorsaison bereits Erfahrung in Hamburgs höchster Amateurklasse beim SC Concordia. "Ich denke, dass die beiden uns weiterhelfen werden, obwohl man konstatieren muss, dass GSK Bergedorf und auch Voran Ohe eigentlich über einen in der Breite besser besetzten Kader verfügen", dämpft Göttling die Erwartungen. Das Ziel heißt jedoch weiterhin unverändert Aufstieg.


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Neben den Hamburger Hallenmeisterschaften, sind nun auch die Daten für die Hamburger Futsal Meisterschaften klar. Wie Holger Jachtner , Mitglied im Hamburger Fußball-Verband und Herr über die Turnierleitung verlauten ließ, steigt das Event am Sonntag, 28. Januar 2007 ab 10 Uhr in der Sporthalle Wegenkamp in Stellingen. In zwei Gruppen a fünf Mannschaften wird der Hamburger Meister ausgespielt, der im Februar 2007 an den Norddeutschen Meisterschaften teilnehmen darf. Der genaue Ort und Termin hierfür stehen zwar noch nicht fest; sicher ist jedoch, dass auch diese Ausscheidung in Hamburg stattfinden wird.