Billstedt heilt das Bramfelder Trauma

Hamburg. Der Bramfelder SV ist in die Oberliga Hamburg aufgestiegen. Dem SC V/W Billstedt bleibt nur der zweite Platz und ein baldiges Entscheidungsspiel um den Aufstieg.

Das Ergebnis des Aufstiegskampfes in der Landesliga Hansa mag nicht überraschen. Was sich aber am Sonntagmittag vor allem auf dem Platz der Billstedter am Öjendorfer Weg abspielte, hätten die kühnsten Prognostiker nicht für möglich gehalten. Denn die Mannen von Trainer Alexander Schäfke ließen eine exzellente Vorlage ungenutzt. Der Bramfelder SV, in den letzten Jahren oft verspottet ob seiner kurz vor dem Ende verpatzten Aufstiege, wankte in Dassendorf und verlor durch zwei Gegentreffer von Oliver Fritsch (14./30.) bei einem Tor von Max Anders (48.) mit 1:2, wie schon vor zwei Wochen daheim gegen Hamm United. Ein Punkt aus den letzten zwei Spielen hätte der BSV holen müssen. Er schaffte es nicht. Der Weg war also bereitet für die Billstedter. Ein Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten TSV Neuland reichte.

Doch der Absteiger holte durch ein 2:2 seinen elften Saisonzähler. Stefan Steins Führung (50.) drehten Hakan Demirci (59.) und Juro Julardzija (65.) zwar um, aber Andreas Aschendorf traf die Gastgeber zehn Minuten vor dem Ende mit seinem Treffer mitten ins Herz. "Ab der zwölften Großchance für uns habe ich aufgehört zu zählen", bekannte der enttäuschte Billstedter Co-Trainer Andreas Heeschen. "Wir haben die Kugel nicht reingekriegt. Aber wir können es noch aus eigener Kraft schaffen." In Dassendorf feierten indes die Bramfelder. "Unsere Rückrunde war überragend. 70 Punkte in 30 Spielen sind eine Hausnummer. Wir haben den Titel verdient", freute sich Coach Michael Noffz. Und machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Seit ich hier bin, hörte ich oft, wir würden am Schluss immer versagen. Wir haben das Gegenteil bewiesen."