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Prozessberatung im Handwerk

Personal ist der absolute Engpassfaktor

Hendrik Pröhl, Unternehmensberater für mittelständische Handwerksbetriebe, über die neuen Herausforderungen der Branche im Zeitalter von Personalknappheit und dem steigenden Wunsch nach Selbstverwirklichung.

Hamburger Abendblatt: Herr Pröhl, Sie haben sich als Unternehmensberater vor allem für auf Unternehmen des Handwerks spezialisiert. Aus welchen Branchen kommen ihre Kunden?

Hendrik Pröhl: Ich berate vor allem allem Handwerksbetriebe, Unternehmen aus den Bereichen, Innenausbau, Fenster- und Metallbau sowie Haustechnik und aus dem ökologischen Baustoffhandel. Hier profitiere ich von jahrzehntelanger praktischer Erfahrung. Ich habe selbst über vierzehn Jahre erfolgreich einen Schreinereibetrieb geführt und habe in dieser Zeit die Abläufe und auch Probleme in verschiedensten Handwerksbetrieben aus erster Hand mitgestaltet. Durch ein Betriebswirtschaftsstudium kam das theoretische Fundament hinzu, alle Abläufe und Prozesse analytisch betrachten zu können, um daraus Strategien zur ihrer Optimierung zu entwickeln. Heute bin ich Prozessberater in div. Förderprogrammen.

Was genau tun Sie für Ihre Auftraggeber?

Je nach Ebene biete ich den Inhabern und Führungskräften so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe an. Ich sehe mich als Sparringspartner und Mitunternehmer auf Zeit, währen der ich sie in allen Fragen der Unternehmensführung berate. Ziel ist es, sie selbst zu befähigen, diese Aufgaben in absehbarer Zeit mit Hilfe geeigneter Mitarbeiter zu bewältigen.

Welche Aufgaben sind das im Einzelnen?

Sie umfassen betriebswirtschaftliche Kernkompetenzen wie die strategische Planung, das Rechnungswesen und Controlling und gehen bis zur Personalentwicklung. Hier führe ich vor allem Personalschulungen durch. Meinen Auftraggebern stehe ich dabei auch weiterhin bei Bedarf als Berater und Coach zur Verfügung. Viele von ihnen haben auch in der Firma keinen Sparringspartner, der ihnen bei der Entscheidungsfindung hilft. Oft ist es oben sehr einsam.

Welche Herausforderungen stehen derzeit bei Ihren Kunden an erster Stelle?

Hier geht es vor allem um Strategien, geeignetes Personal zu finden und zu binden. Das ist vor allem eine echte Herausforderung für viele meiner Auftraggeber.

Warum ist gerade in der Handwerksbranche der Personalmangel so eklatant?

Das hat mehrere Gründe. Manche Mitarbeiter möchten ihre Stundenzahl reduzieren – etwa von wöchentlich 40-Stunden auf 30-Stunden kommen, um mehr Zeit für andere Dinge zu haben. Hier verschieben sich die gesellschaftlichen Prioritäten. Der Job hat nicht mehr Vorrang und dient nicht mehr, wie früher noch, der Selbsterfüllung und dem Wunsch nach einem dicken Konto. Heute ist er oft nur noch ein Mittel zum Zweck, um das Grundeinkommen zu sichern. Viele wollen kein eigenes Haus bauen, ihr Geld nicht in ein großes Auto oder teure Reisen investieren, sondern einfach nur auskömmlich leben und sich um ihre Freunde und Familien kümmern.

Es heißt auch, dass sich immer weniger Berufseinsteiger für eine Karriere im Handwerk entscheiden...

Ja, das ist die nächste Herausforderung. Für viele junge Menschen kommt nach der Schulausbildung schlicht kein Handwerksberuf in Frage, weil sie in ihren und vor allem in den Augen ihrer Eltern schlicht kein gutes Image haben. Der Begriff Klempner klingt schon wie ein Schimpfwort. Viele Helikoptereltern prügeln daher ihren akademisch eher unbegabten Nachwuchs trotz schlechten Abis in ein Studium, obwohl ihre Kinder die besten Voraussetzungen für einen handwerklichen Beruf hätten.

Wie kann man denen das schmackhaft machen?

Vor allem durch Aufklärung. Handwerk hat wahrsten Sinne goldenen Boden. Hier sind nicht nur besondere manuelle und technische Talente gefragt, sondern auch besonderes Engagement und Unternehmergeist. Auch hier gibt es die übrigens Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren, um sich gerade in Großbetrieben von vorn herein für Führungsaufgaben zu qualifizieren.

Wie sieht es mit dem Meistertitel aus?

Auch ein Meisterbrief ist eine hervorragende Basis für die Selbständigkeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Ein Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und mehreren Angestellten hat einen oft spannenderen und anspruchsvolleren Berufsalltag als die meisten Akademiker. Ab gesehen davon auch ein mehr als stabiles Einkommen. Die Unternehmen können sich heute vor Aufträgen nicht retten, müssen sie aber ablehnen aus Mangel an Fachkräften. Das wird sich noch verschärfen.

Wie helfen Sie den Betrieben bei der Personalsuche?

Ich berate sie bei der Akquise über die neuen Medien. Nur über Facebook, Xing, Google-Adwords auf der Website und andere Kanäle kommen Sie heute an junge Menschen oder Arbeitnehmer heran, die sonst für das Unternehmen unerreichbar bleiben. Diese Menschen lesen schlicht und einfach keine Fachmagazine oder Personalanzeigen in der Tageszeitung.

Wie genau sprechen Sie potenzielle Arbeitgeber über die neuen Medien an?

Hier identifizieren wir in der Regel einen oder mehrere junge Mitarbeiter aus dem Unternehmen, die diese Kanäle, allen voran Facebook, pflegen. Sie stellen Neuigkeiten aus dem Unternehmen hinein, schreiben Stellen aus, korrespondieren mit Interessenten und berichten von eigenen Erfahrungen in der Firma. Die jungen Leute kommunizieren also direkt miteinander, was eine ganz andere Ebene des Vertrauens schafft. Mit dieser Vorgehensweise haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wie stehen die oft konservativen Unternehmenslenker dazu?`

Für die sind die Neuen Medien oft ein Buch mit Sieben Siegeln. Aber am Ende lassen sie sich meistens überzeugen. Die guten Ergebnisse sprechen für sich und am Ende wissen sie: Es bleibt ihnen heute nichts anderes übrig.

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